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Meine Erfahrung mit dem Bestellprozess von Shop.Co

Die Idee, sämtliche Warenkörbe abzugreifen und die teilweise komplexen Bestellprozesse von Onlineshops zu kürzen, erscheint mir als ein guter Weg. Ich mag diese Ansätze. Gerade rechtzeitig kam die Nachricht von Shop.Co, die mit folgendem Claim werben: „Kaufe jedes Produkt in jedem Shop weltweit mit nur einem Klick“. Das Unternehmen sitzt in Düsseldorf (ShopCo GmbH) und plant auch den Einstieg in den USA.

Meine Neugierde zwingt mich dazu, so etwas auszuprobieren. Gesagt, getan. Schon länger schlummert auf meiner Wunschliste ein Helm mit Visier und Gehörschutz. Dient natürlich nur einem einzigen Zweck: Meine Frau wünscht den Holzberg im Garten beseitigt zu haben :-).

Wie funktioniert die Bestellung

Die Anmeldung mit meinen Daten ging rasend schnell, kurz noch mein PayPal-Konto verknüpft und das Chrome-Plugin installiert. Fertig! Nun zur Bestellung. Man sucht sich ein Produkt in einem Shop, vorzugsweise aus der Liste der bekannten Partner und drückt dann nur noch auf den Warenkorb Button im Chrome Browser – das wars auch schon. Im Backend von Shop.Co findet man nun die Bestellung.

Bestelldetailseite im Backend von ShopCo

Den Support musste ich das erste Mal kontaktieren, nachdem ich meinen Kauf bei Amazon nicht via PayPal zahlen durfte. Ich wurde unmittelbar nach dem Kauf aufgefordert eine weitere Zahlungsart anzugeben. Das habe ich dann auch getan und fügte den Bankeinzug hinzu. Leider aber wurde danach mein Kauf nicht automatisch von PayPal auf Bankeinzug gesetzt, so dass der Prozess einen Tag lang hing. 

Sind die Preise beim Kauf über Shop.Co und dem Shop immer identisch – ein Frage die es in sich hatte. Für Amazon kann ich klar Folgendes aufzeigen:

Hätte ich den Helm direkt bei Amazon gekauft (inklusive meiner Prime-Mitgliedschaft), so wäre der Helm preiswerter gewesen. Die Prime-Mitgliedschaft hat Shop.Co nicht übernommen. Darauf hin habe ich beim Support nachgefragt und parallel zufällig dazu Folgendes in den FAQ gefunden: 

Lieferkosten der Shops, werden zur Zeit nicht im ShopCo Konto angezeigt, werden dir allerdings trotzdem berechnet

und

Unter Umständen werden Preise im ShopCo Konto manchmal nicht richtig angezeigt. Du zahlst immer den Preis der im Online Shop angezeigt wird. Es kann allerdings sein, dass Lieferkosten auftreten, welche nicht im Preis der im ShopCo Konto angezeigt wird enthalten sind.

Wenn ich das nun richtig interpretiere, wird von meinem Konto nur der Prime-Preis abgebucht. Ich bin gespannt.

Was ich an Amazon mag ist, dass ich ohne lange Mails zu durchsuchen alle meine Bestellungen auf einem Blick sehen kann. Nun denn – Produkte, die über Shop.Co gekauft werden, landen bei Amazon nicht in der Bestellhistorie, wohl aber natürlich bei Shop.Co. Hier stellt sich die Frage, wo man welche Liste „führen“ möchte. Wenn das in Zukunft immer bei Shop.Co sein sollte, warum nicht.

Können große Plattformen wie Otto und Amazon auf Ihren Bestellprozess überhaupt verzichten? Sie generieren darüber jede Menge zusätzliche Umsätze durch Up-Sells, Geschenkoptionen, etc. Wie sind Eure Gedanken und Ideen dazu? 

Fazit

Der Kauf ging rasend schnell, das Shopping-Erlebnis mit der gut gestalteten Oberfläche hat mir gefallen. Das noch in der Beta-Phase befindende Produkt Shop.Co hat durchaus Talent und begeistert zu gleich. Ich könnte mir vorstellen diesen Dienst häufiger bei kleineren Shops anzuwenden. Für Amazon war es nicht die richtige Wahl. 

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Über Tom Adebahr

Ich brenne für den E-Commerce und habe das Glück in einem spannenden Internet-Unternehmen in leitender vertrieblicher Position angestellt zu sein. Ein Faktor für meine überdurchschnittliche Motivation war schon immer meine Einstellung zur Arbeit. Ich habe viel Freude an dieser und genieße es, ins Büro zu fahren und das eigene Wissen um das meiner Kollegen zu ergänzen, um im Team effizient und erfolgreich zu sein.

3 Gedanken zu „Meine Erfahrung mit dem Bestellprozess von Shop.Co

  1. Webshop Hilfe

    Schwer vorstellbar das sich das durchsetzt. Das Problem ist einfach das Plugin was installiert werden muss. Es müsste eine andere Verknüpfung geben wie zum Beispiel bei Paypal Express. Hier können die Bestellungen ebenfalls mit einem Klick durchgeführt werden.

    Aber die Idee ist wirklich super.

    Antworten
  2. Marco

    Spannendes Thema. Es bleibt anzuwarten wie sich das entwickeln wird. Ich persönlich bin mit der Dauer von Bestllprozessen beim Onlinekauf eigentlich sehr zufiesen. Für mich ist beim Einkauf wichtig, dass der Shop aufgeräumt und seriös wirkt. ein schönes Beispiel hierfür ist der Onlineshop von trade-line-partner. Da steht das wichtigste kurz und bündig zusammengefasst und die Bestellprozesse sind soweit auch optimiert. Für mich ganz klar ein gutes Beispiel =)

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  3. Cloudy

    Deine Bestellung ist ja nun etwas her – wurde denn nur der Prime-Preis abgebucht?
    Da ich hauptsächlich bei Amazon bestelle, ist das wohl also nichts für mich, wobei die Idee aber durchaus nicht schlecht ist.

    Antworten

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