richtige Zahlungsarten in Onlineshops – Analyse Beispiel

Jeden Tag werden wir als Leser, Blogbetreiber und E-Commerce Experten mit den richtigen Zahlungsarten in Onlineshops konfrontiert. Dies ist auch ein so heikles Thema, dass man dies nicht in 3 Sätzen beantworten und schon gar nicht pauschal mit richtigen und/oder falschen Zahlungsarten in Onlineshops beschreiben und manifestieren kann.

  • Grundgedanke
    • Im Grunde genommen gibt es für jeden User im Internet eine präferierte Zahlart, mit der diejenige Person gerne zahlt. Ist diese in einem Onlineshop nicht aufzufinden, so kann es unter Umständen schon beim ersten Besuch im Bestellprozess zu einem Kaufabbruch kommen. Spätestens wenn aber die 2. alternative Zahlungsmethode nicht zu finden ist… ist der potenzielle Kunde für uns als Onlineshopbetreiber weg – und kommt nie wieder. Schlimmer noch, der Kunde ist immer noch auf der Suche der Ware und findet diese mit der für ihn passenden Zahlungsvariante in einem Onlineshop unserer Mitbewerber. Hier entstehen Oportunitätskosten.. die kaum kalkulierbar sind.
  • Messen
    • Durch die Integration einer Trichter-Verwaltung über ein Nutzerverhaltens- und Webmessinstrument wie Google-Analytics sind wir in der Lage 100% transparent zu messen, wieviel Prozent der User den Bestellprozess auf der Seite mit den Zahlungsarten verlassen. In einem unserer Testshops haben wir dies konfiguriert und möchten dies unseren Lesern darstellen: Hier sehen wir nun, dass 10 User insgesamt ein Produkt in den Warenkorb gelegt haben. Davon haben 6 den Bestellprozess gestartet und sind weiter auf die Seite mit den Versandkosten gegangen. Auf dieser Seite gab es keinerlei Verluste, so dass wir nun auf der im Bestellprozess verankerten Zahlungsarten-Seite angekommen sind – mit genau 6 potenziellen und heissen Kunden, die gerne bei uns etwas kaufen wollen. Auf unseren Abbildung oben sehen wir nun, dass 2 von den 6 Personen den Bestellprozess abgebrochen haben und einer davon zur  Startseite des Onlineshops und der andere zu der Versandkostenseite navigiert ist. Die Zahlen drücken nun nicht unbedingt aus, dass wir ein Problem bei den Zahlungsmitteln haben – zumindest nicht in diesem Beispiel. Dafür sind die Zahlen einfach zu niedrig. Dies soll nur die Möglichkeit der Auswertung visualisieren, ist jedoch als Modell auf jeden eigenen Onlineshop übertragbar. Hätten wir 800 Leute, die bis zur Zahlungsweisenseite gelangen und 500 von denden diese Seite wieder verlassen –  haben wir ein ernsthaftes Problem! Also liebe Shopbetreiber… wer benötigt dazu Unterstüzung von uns? info@shoptrainer.de .
  • Handeln
    • Wir müssen als Onlineshopbetreiber wachsam sein und den Zahn der Zeit erkennen. Die Zeiten, in denen die Neukunden leidenschaftlich gerne per Vorkasse bestellen sind vorbei. Wir sollten dem Neukunden dazu möglichst viele, zugleich sichere Methoden anbieten, zu denen der Kunde Vertrauen hat. Dann wird er gerne bestellen und wiederkommen. Die Grundregel besagt, je mehr Zahlungsarten desto besser!
  • Gefahr
    • Jedoch müssen wir immer auch unser Produktsegment im Auge behalten – Verkaufe ich Fernseher und Playstations, so bedarf es andere Zahlarten als für den Bereich von Arzneimitteln. In einem Fall handelt es sich um Konsumgüter – im anderen Fall um Bedarfsgüter. Die Ausfallquoten für uns als Onlineshopbetreiber im Bereich von Medikamenten sollten in der Regel sehr niedring sein. Eine Zahlart wie für Endkunden + Neukunden auf Rechnung für Fernseher… ist praktisch unmöglich umzusetzen!

7 Gedanken zu „richtige Zahlungsarten in Onlineshops – Analyse Beispiel

  1. ich

    Hallo,

    Sie schrieben „Eine Zahlart wie für Endkunden + Neukunden auf Rechnung für Fernseher… ist praktisch unmöglich umzusetzen!“

    Ich selbst betreibe keinen Onlineshop, aber es dürfte doch möglich sein, mit diversenen Risikominimierungsmethoden das Mögliche Ausfallrisiko zu minimieren. Dafür gibt es recht gute Beispiele. Ein Fahrradanbieter (gehobenes Premiumsegment) wirbt mit dem Satz „Erst Ware, dann Geld“. Dort können Sie alles Waren auf Rechnung beziehen. Das ist die Zukunft, wer die Zahlungsart „Rechnung“ nicht anbietet, bei dem kaufe ich nicht.

  2. ShopTrainer.de Beitragsautor

    Hallo ICH,
    vielen Dank für den Post. Klar kann man das Risiko mit solchen Systemen minimieren, auf diese Möglichkeiten sind wir in unserem Beitrag nicht eingegangen. Gerade bei „kleinen“ Onlineshops ist dies aber ohne weiteres IT-Wissen und mit nur geringen Budget kaum möglich. Für „Große“ Shops ist so etwas eher eine Selbstverständlichkeit – diese haben aber auch riesige Budgets und auch ganze Abteilungen, die sich darum kümmern können. Also – auf jeden Fall ist es sinnvoll das Risiko über solche Maßnahmen einzudämmen!

  3. Jens

    Eine richtige Kundenverfolgung, der gläserne Kunde, ist aber dringend nötig. Wie sonst will man herausfinden, dass seine Versandgebühren zu hoch sind? Oder das die Zahlungsarten nicht passen.
    Dennoch, will dies der Kunde? Prinzipiel ja, denn es hilft dem Shop sich zu verbessern und der Kunde freut sich. Aber gläsern sein ist wieder schlecht… oder?

    Die ewige Diskussion, ich glaube sie wird nie enden.

  4. ShopTrainer.de Beitragsautor

    @Jens: Besten Dank für den Beitrag. Wirklich gläsernd muss der Kunde ja nicht werden. Wir sagen immer, es reicht gesunder Menschenverstand, um zu verstehen, dass zum Beispiel 16 EUR Nachnahmegebühren inklusiver Versandkosten viel zu hoch sind. Den Rest erkennt man dann mit der oben genannten Trichter-Verwaltung. Vom Prinzip her, darf kein User im Bestellprozess auf der Seite mit den Versandkosten wegbrechen. So sollte das eigens definierte Ziel aussehen.

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