Die richtige Auswahl der Felder im Bestellprozess – Kundendaten

Beinahe täglich fällt uns auf, dass es immer noch Online-Shops gibt, die auch in Zeiten von Datenschutz und Datensensibilität, bzw. Persönlichkeitsschutz in den Bestellprozessen viel zu viele Informationen abfragen.
Dies kann nicht nur zu Unverständnis der Neukunden führen, sondern desöfteren wird dann eben statt des Knopfes „zur Kasse“ der unter Windows XP rot hinterlegte „X“-Knopf oben in der Ecke oder in heutigen Zeiten der Tab des Browsers einfach geschlossen. Évolia… der Kunde ist weg und kauft beim Mitbewerber. Oportunitätskosten ist das Stichwort dazu.

Ja, klaro… so etwas kann man analysieren und auswerten – kostenlos. Dazu lest bitte später mehr in unserem ShopTrainer-Blog.

Um aber die Grundzüge zu optimieren hilft simpler Menschenverstand erheblich weiter… Folgende Felder sollten unser Meinung nach optimiert, bzw. NICHT im Bestellprozess aufgeführt werden:

  • Geburtstag
    • Der Geburtstag ist eine sensible Geschichte – kaum ein Kunde trägt diesen richtig ein.  So zumindest sind hier unsere Erfahrungen. Verkauft man Produkte SFK 18 ist es etwas anders zu beurteilen, jedoch bedarf es in diesem Falle einer Altersverifikation.
  • Bundesland
    • Weshalb wird bei einer parallel Fragen zur Postleitzahl auch noch das Bundesland abgefragt. Das ist nicht notwendig.
  • Account anlegen / Gast-Konto
    • Oft sehen wir, dass man ein Kundenkonto anlegen muss. Damit hat der Kunde meist gleich 2-3 neue Felder zum Ausfüllen, wofür eigentlich? Zudem muss er sein Passwort auch noch 2 mal eintippen. Dem Kunden sollte man unbdenigt ein Gast-Konto ohne notwendiger Registrierung anbieten. Möchte man diesen Kunden jedoch geziehlt locken und über sine Kundenkonto später auch mal wieder Rabatte einräumen, bietet man am besten einen Neukundenrabatt für die Registrierung an, Beispiel 5 %. Jedoch bitte nicht als Pflicht. Der Kunde muss das Gefühl bekommen, dass er nicht muss, aber kann!
  • Liste der Länder, in die man nicht versendet
    • Wie ein Regenguß, der einen unerwartet trifft – ja sehr häufig findet man eine irre Lange Liste an Ländern, in denen ich als Kunde wohnen kann. Mal andersherum gefragt – verschickt dieser Kunde tatsächlich nach Afghanistan, möglich ist es… jedoch eher die Ausnahme. Liebe Shopbetreiber, blendet alle überflüssigen Länder aus.
  • Liste der Länder in richtiger Sprache
    • Kennt Ihr das auch – wir wollen etwas bestellen und suchen nach dem Land Deutschland. Im Irrgarten der Liste finden wir es nicht und müssen umdenken – Richtig… gibt ja auch noch good old „Germany“… Wenn man 99% deutsche Kunden hat – warum nicht einfach das Land im Admin-Interface des Shops kopieren und in Deutschland umbennen. So kann der Internationale und der nationale Kunde das Land, in dem er wohnt sehr viel schneller finden.

Vom Prinzip her gilt es – je weniger Daten man abfragt, umso geringer ist die Chance des Kaufabbruches! Also liebe Shopbetreiber… Augen auf! Der Bestellprozess kann in fast jedem Shop optimiert werden.

5 Gedanken zu „Die richtige Auswahl der Felder im Bestellprozess – Kundendaten

  1. Fabfive24

    Das ist alles schon richtig, doch kann das wiederholden des Passwortes schon von Sinn sein da aus der Praxis einige Kunden sonst Probleme mit Ihrem Passwort haben und dann nicht mehr in Ihren account kommen!

  2. Edward Black

    @Fabfive24: Was ist dir lieber: Ein paar mehr Kunden die sofort kaufen oder lieber weniger „Passwort vergessen“ Emails?

    Ich habe die Erfahrung gemacht (im Freundeskreis), dass ca. 20-30% meiner Freunde eh bei jedem besuch sich erst ein neues Passwort zuschicken lassen müssen.

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