10 No-Go’s in Onlineshops – bringen Sie Ihren Shop auf die Überholspur

Eindeutig, es gibt zu viele Shops, die nicht richtig  konfiguriert sind und unglaublich kundenunfreundlich gestaltet sind…. Wie können wir es als Onlineshopbetreiber vermeiden, in den Kreis, der eher schlechteren Shops, zu gehören? Einen riesengroßen Schritt in die richtige Richtung können wir allein durch die Prüfung der „ShopTrainer-Basics“ machen:

  • Nur Vorkasse
    • Wir befinden uns weit ausserhalb vom Zeitalter „Ebay im Gründungsjahr“…. Shops, die als Zahlart nur Vorkasse integriert haben können vom Prinzip her langfristig keinen Erfolg haben. Sie verlieren unglaublich viele Kunden, ohne es mitzubekommen. Zu viele Kunden brechen den Bestellprozess einfach ab! Warum soll ich bei diesem Shop als Kunde bestellen, wenn sein Nachbar, Mitbewerber-Shop 2 Klicks entfernt ist, und die für mich als Neukunde präferierte Zahlart anbietet?!  Lieben Shopbetreiber… aufwachen und dem Kunden versuchen neue Zahlarten anzubieten. Jede Zahlart, die wir als Shopbetreiber testen, ist doch mehr oder minder mit einem Knopfdruck integriert und auch wieder ausgebaut… In einem späteren Blog-Eintrag werden wir auf solchen Anaylsen und Messinstrumente weiter eingehen.
  • kein Impressum
    • Das Impressum ist eine Pflichtangabe und sollte Transparenz gegenüber den Kunden signaliseren. Gerade in Deutschland ist es wichtig dem Kunden zu zeigen, wer man ist und wo man gefunden werden könnte.
  • Keine Telefonnummer
    • Eine Telefonnummer, besser sogar ein kostenloser Rückruf oder eine 0800 Nummer sollten zum Pflichtprogramm gehören und sind in der „Servicewüste“ Deutschland unerlässlich. Gerade kleinere Shops, die nebenberuflich starten kennen das Problem zu Genüge. Zur Not schaltet man eine Weiterleitung von einer Festnetznummer aufs Handy – die Kunden werden es danken!
  • keine E-Mail-Adresse
    • Tatsächlich finden wir immer noch Shops ohne E-Mail-Adresse, weder in den AGB, noch auf der Kontaktseite oder im Impressum. Da sollten wir uns immer fragen, weshalb man so etwas nicht dem Kunden anbieten möchte? Das gehört zum guten Ton, ein Shop ohne E-Mail-Adresse können wir auch gleich wieder schliessen!
    • Oft kann man die E-Mail-Adresse auch nicht anklicken? Zum Schutze vor Spam-Mails wird dies vermutlich eingerichtet!? So ein Quatsch – da sollten wir lieber unserem IT Dienstleister ansprechen, ob er nicht einen besseren Spam-Filter für uns hat!
  • Zertifikatsmeldungen durch den Browser
    • Viele Internetbrowser signalisieren in der Form von Pop-Ups „Sicherheitswarnungen“. Oft ist dies der Fall, wenn ein Shopbetreiber ein kostenloses SSL-Verschlüsselungsverfahren im Shop einsetzt. Leider führen solche Hinweismeldungen zu massiven Kaufabbrüchen! Also bleibt uns keine andere Wahl als für unsere SSL Verschlüsselung jährlich in die Tasche zu greifen (ca. 150 EUR/Jahr)
    • Beispielmeldung:

 

  • AGBs
    • AGBs gibt es nicht, denn es heisst „AGB“ – allgemeine Geschäftsbedingungen ist bereits plural!
  • langsamer Shop
    • Ein Shop darf einfach nicht langsam sein. Jeder kennt das – Klicken und warten. Geht es vielleicht um eine Flugbuchung gedulden wir uns. Alle Flugbuchdienste sind aufgrund der komplexen Datenbankstruktur und Live-Abfrage  langsam. In einem normalen Onlineshop sollte dies aber anders sein – es gibt zu viele Alternativen für die Kunden. Der Kunde brauch bei uns im Shop seine Zeit nicht verschwenden und würde zu schnell zu den Mitbewerbern wechseln.
  • leere Kategorien
    • Jeder kennt es! Wir befinden uns in einem Shop, der uns gefällt und stellen fest, dass noch weitere interessante Kategorien vorhanden sind – hier erwarten wir mit gesundem Menschenverstand, dass auch Produkte zu finden sind. Klickt man drauf, bekommt man eine Fehlermeldung! Auch hier empfiehlt der ShopTrainer das Deaktivieren von leeren Kategorien im Shop. Für die Shopsoftware XT-Commerce gibt es eine gute Lösung: Gunnart.de
  • Pop-Ups
    • Egal ob im Sinne eines Werbe-Pop-Ups oder nur die Vergrößerung von Bildern. Pop-Ups sollten aus Usabilitysicht vermieden werden. Sie stören aktiv das Auge und können bei schlechter Aufarbeitung stark verunsichern. Zudem gibt es in den neueren Internetbrowsern diverse Funktionen, von automatischem unterdrücken bis hin zu automatischen öffnen auf Tabs/Registerkarten. Für die Bild-Pop-Ups gibt es diverse nette Scripte, die sehr leicht in die Shops zu integrieren sind. => Linktipp
  • Werbung
    • Oft fallen uns AdSense-Werbeblöcke in Onlineshops auf. Wir fragen uns weshalb? Wirft der Shop nicht genug Geld ab? Es kann doch nicht das Ziel eines Onlineshops sein, Kunden zu gewinnen und gleichzeitig diese wieder an Google weiterzuleiten. Für den ShopTrainer ein absolutes NoGo. Beispiel (im Screenshot unten links zu sehen):
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Über Tom Adebahr

Ich brenne für den E-Commerce und habe das Glück in einem spannenden Internet-Unternehmen in leitender vertrieblicher Position angestellt zu sein. Ein Faktor für meine überdurchschnittliche Motivation war schon immer meine Einstellung zur Arbeit. Ich habe viel Freude an dieser und genieße es, ins Büro zu fahren und das eigene Wissen um das meiner Kollegen zu ergänzen, um im Team effizient und erfolgreich zu sein.

19 Gedanken zu „10 No-Go’s in Onlineshops – bringen Sie Ihren Shop auf die Überholspur

  1. lupi

    applaus! richtig, all diese dinge sollte man in einem professionellen onlineshop nicht vorfinden…

  2. Marc

    Guter Artikel. Sicher könnte man die Liste noch erheblich erweitern. Mir fällt da spontan das Thema mit den durchgestrichenen Preisen ein. Ein Shop, der alle Preise durchstreicht und einen kleinen darunter wirkt nicht seriös.

  3. Pingback: E-Commerce Lesetipps (III) » Der eGadgets E-Commerce Blog

  4. Influenza

    Zu Adsense kann man natürlich mehrere Meinungen haben. Allerdings ist die hier vom Autor vertretene Meinung etwas kurzsichtig. Ein Kunde der womöglich ein gewünschtes Produkt nicht findet, weshalb sollte dieser nicht über die Werbeblöcke animiert werden? Werbeblöcke können auch als eine Art Preisvergleich genutzt werden. Ich bin mir sicher, dass z.B. mein Shop unter einer der wenigen mit verdammt guten Preisen gehört. Wer bei mir nicht kaufen möchte, der lässt es. Und über ein paar Klicks freut sich der Betreiber.

    Also lieber Shoptrainer, die Dinge etwas differentierter sehen.

    1. ShopTrainer.de Beitragsautor

      Vielen Dank für das Feedback. Gerade durch solche Tipps schöpfen wir neue Kraft und freuen uns auf neue Sichtweisen und Erfahrungen anderer Internetdienstleister, sowie Shopbetreiber. Leider haben Sie keine URL Ihres Shops hinterlassen. Gerne können Sie uns vom Gegenteil überzeugen – bitte senden Sie uns doch Ihre Url und wir schauen uns gemeinsam den Shop einmal an.

  5. Pingback: Lesenswertes vom Saturday, 05. September 2009 : MiZine

  6. Sascha

    Adsense in nem Shop, wie geil is das denn 😀 Selten so gelacht….

    Ich hab noch nie gesehen dass in ner Metzgerei, ne Werbung von ner anderen Metzgerei lag oder der Pizzalieferdienst die Karte eines anderen Lieferdienstes bringt… 😀

  7. Mark

    Adsense sollte im Shop sicher nur dann verwendet werden, wenn der Kunde keine weiteren Informationen oder Produkte im Shop findet.

    Die Adsenseblöcke sollten auch nicht direkt im Shop eingebunden werden, wie im Beispiel gezeigt wird, sondern wenn dann nur bei einer erfolglosen Suche oder bei leeren Kategorieseiten (nur falls man leere Kategorieseiten auch im Shop und der Navigation belässt, was man nicht machen sollte). Sonst wird der Kunde abgelenkt.

    Warum also nicht die Umsatzmöglichkeiten durch Adsense erweitern!

  8. Pingback: So erstellt man einen schlechten Shop » Listen, Template, Shophexede, Buttons, Hier, Auszug » ShopTrainer

    1. alpakaandmore

      Vielen Dank fuer Eure Infos hier, habe hier doch einiges fuer unseren Shop mitnehmen koennen.
      In nur einem Punkt stimme ich mit Euch nicht ueberein, Adsense.
      Wir haben einige Shops mit und einige ohne Adsense, komischerweise aber keinerlei Nachteile im Verkauf in diesem Shop mit Adsense.
      Ich denke, gerade bei unserem Angebot kann Adsense durchaus eingestzt werden.

  9. Niels

    Da Ihr dem Punkt AGB / AGBs ein eigenes „No-Go“ widmet, hier mal eine andere Meinung: http://www.korrekturen.de/forum.pl/md/read/id/32006/sbj/plural-s-bei-abkuerzungen-akw-pkw-lkw/ Ich halte es hier eher mit der Duden Redaktion, beides also korrekt.

    Zur Werbung: auf einer Suchergebnisseite, die dem Besucher keine Ergebnis außer „nix gefunden“ bietet, kann clever eingesetzte Werbung durchaus Sinn machen. Die Alternative wäre ein Absprung. Evtl. gibt man dem Kunden zusätzlich die Möglichkeit, eine Anfrage zum nicht gefunden Produkt zu stellen.

  10. Pingback: 10 Fehler in Online Shops | ESTUGO.net Webhosting

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