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Quelle.de als Marktplatz

Was für viele von uns früher eine der ersten Anlaufstellen fürs Shoppen gewesen ist, ist heute wieder zurück! Seit dem 10.08.2011 ist Quelle.de wieder online – nicht als eigenständiger Onlineshop, sondern als Marktplatz, auf dem andere Onlineshops ihre Produkte anbieten. Ob damit wie angekündigt Amazon Marketplace Konkurrenz gemacht werden kann bleibt abzuwarten.

Quelle stand für Zuverlässigkeit, Vertrauen und Einfachheit“, sagt der Geschäftsführer. „Daran wollen wir anknüpfen.“ So sei die Seite einfach zu bedienen, die Zahlungsarten seien wie bei dem alten Versandhandel gestaltet, einschließlich Ratenzahlung und Rechnung. Auch die populäre Quelle-Marke „Privileg“ findet sich wieder, allerdings als einzige. Von Törne hofft, dass viele der alten Quelle-Kunden auf seine Seite kommen. „Immerhin war Quelle noch 2009 der drittgrößte Online-Händler in Deutschland.

Der Aufbau der Seite wirkt im ersten Moment wie ein ganz normaler, aber gut aufgeräumter Onlineshop. Auf der Produktdetailsseite jedoch wird einem eine Art Post-it mit eingebauter Warenkorbfunktion dargestellt, sowie eine Kennzeichung über welchen Onlineshop die Ware geliefert werden würde. Bei unserem Kurztest konnten wir gleich einige Fehler entdecken. Sicher werden diese kleinen Bugs in Kürze behoben sein – Jedoch sollten promotete Produkte über die Startseite nicht „sofort ausverkauft“ und gar „nicht bestellbar“ sein.

Wie dem auch sei – Quelle.de hat mit der Mutterfirma Otto eine gute Chance sich im Markt zu etablieren.

Viele neue Onlineshops und auch der Marktplatz Quelle.de bauen die Headerzeile und die Footer-Spalten gleich auf. Als wenn es eine Art Shop-Norm geben würde. Kaum vorstellbar ist der Gedanke, dass bei allen Shops Usability-Experten angestellt sind und Eye-Tracking Analysen durchgeführt werden. Die Ansprache der User mit „kostenloser Versand“ und dazugehörigem Icon in Form eines LKW’s wäre ein klassisches Beispiel dafür.

Wir wünschen dem Team um Tim von Törne viel Erfolg – auf das Quelle.de eine neue Geschichte schreiben kann.

Quellen: heise.de und internetworld.de

Insolvenz: Übernahme der Markenrechte von Quelle durch Otto

Unglaublich, was sich da am E-Commerce Himmel auftut. Die meisten Internetnutzer denken nur über die Verbindung zwischen Otto und Quelle nach. Global betrachtet schliessen sich riesen Welten zusammen – es ist also bedeutend mehr als nur die Verbindung zweier Online-Shops. Beides unglaublich große Firmen, mit einer gigantischen Logistik, einer riesen Anzahl an Angestellten.

Und nun greift sich die Otto-Group die Markenrechte von Quelle und auch gleich die Eigenmarke Privileg. Damit können sie in diversen Ländern weiter Marktanteile gewinnen. Abzuwarten bleibt unterdessen, wie es weitergehen wird. Was passiert mit der Url, wo wird quelle.de hinverlinken? Wir dürfen alle sehr gespannt sein. Ganz schön aufregend alles – drücken wir nur die Daumen, dass noch möglichst viele Arbeitsplätze gesichtert werden.

In letzter Zeit vergeht kaum eine Meldung, ohne das Otto an dieser beteilgt ist – der E-Commerce wirkt wie eine immer schneller werdende und drehende Kugel. Wir haben schon in der Vergangenheit mehrfach über die Otto-Group und deren Aktivitäten im E-Commerce gebloggt.

Der Hamburger Versandhändler kann damit in Zukunft in Deutschland, Russland und weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern die Marken, Logos und die meisten Internet-Domains des in Abwicklung befindlichen Konkurrenten nutzen. Nicht enthalten im Kaufvertrag sind die Marken Küchen Quelle und Foto-Quelle.

 

Quelle: abendblatt.de

Otto ist an Quelle-Tochter Primondo und deren Spezialversender interessiert

Wie erst vor kurzem berichtet geht es der Otto-Group gut – der Wachstum im E-Commerce scheint unaufhaltbar. Vor ein paar Tagen erneut eine Nachricht aus dem Traditionskonzern – wieder ein neue Pferdchen aus dem  E-Commerce Stall.

Quelle wird liquidiert – nun greift der Otto-Konzern nach der Quelle-Tochter Primondo. Nach einem Bericht aus dem Hamburger Abendblatt (21.20.2009) scheint dabei ein besonderes Interesse an den Spezialversendern baby-walz.de, Hess Natur, madeleine, Peter Hahn und dem Shoppingkanal hse24.de zu bestehen.

Otto hat die Logistik für die Firmen und so können wir alle nur hoffen, dass wenigstens so ein paar Mitarbeiter gerettet werden..

Quelle erhält Massekredit – Onlinemarketing kann fortgeführt werden

Soeben berichtet internetworld.de über den zugesagten Massekredit für die Firma Quelle. Der Internethandel und vor allem das Marketing kann somit wieder aufgenommen werden – die Säulen des Marketing-Mixes wieder gefestigt werden. Im Hause Quelle dürfte dies nach diesem stressigen Auf und AB der vergangenen Wochen durchaus auf Zustimmung gestoßen sein, jedoch gibt es aus der Politik und der Wirtschaft auch viel Gegenwind bezüglich des Kredites – man kann mit so einer Entscheidung niemals allen gerecht werden.

Meldungen, dass Google die Textanzeigenwerbung für Quelle.de eingestellt habe, hatte der Suchmachinenanbieter gegenüber internetworld.de dementiert. Quelle hatte jedoch aus eigenem Antrieb die SEM-Kampagnen stark reduziert.

Die Fortführung der Druckaufträge des Versandkatalogs wurden wieder angestoßen. Quelle kommt wieder!

Google schiesst Quelle ab – Keine Werbung mehr

Spiegel-Online meldet, dass der Erlös der Firma Quelle spektakulär eingebrochen sei. Die Umsätze des insolventen Versandhändlers sind um 50 Prozent zurückgegangen. Das fatale an dieser Situation und für uns aus dem Online-Business ist nun aber, dass Google die Zusammenarbeit mit Quelle eingefroren hat – Geschäftsführer Hilbers spricht von einer existenzbedrohenden Lage.

Nachdem wir gerade letzte Woche hier über eine pregnante Aussage gestolpert sind und die Zahlen irgendwie nicht glauben wollten – hier nun der Beweis für die berechtigte Skepsis.

Quelle wartet immer noch auf einen staatlichen Notkredits über 50 Millionen Euro, diese Verhandlungen dauern dem Insovenzverwalter eindeutig zu lange.

Mit dem Kredit des Bundes, Bayerns und Sachsens als Sicherheit sollen die Banken dem Versandhaus demnächst wieder seine Forderungen gegenüber Kunden abkaufen und Quelle damit ermöglichen, seine Rechnungen zu bezahlen und Ware einzukaufen. „Man muss halt warten, bis das Geld da ist und wir loslegen können“, sagte Quelle-Sprecher Manfred Gawlas. Über einen Termin wolle er nicht mehr spekulieren. 

Vermutlich handelt es sich bei der betroffenden Werbung um Google-Adwords. Hier ein Beispiel mit dem Begriff Kleidung.

Nach der Misere mit den Katalogen nun ein weiterer sehr herber Schicksalschlag in der Insovenzphase von Quelle. Wir dürfen auf die nächsten News gespannt sein.

Quelle: Das Internet trägt zur Hälft des Umsatzes bei

Unglaublich und doch haben es viele vermutet. Das insolvente Versandhaus Quelle hat nach eigenen Angaben mittlerweile über 50% des Umsatzes aus dem Internetgeschäft abgeschöpft. Diese Zahl sollte nun erstmals im Juli erreicht worden sein.

Quelle verzeichnete im Online-Geschäft im Geschäftsjahr 2007/2008 22 Prozent Wachstum, damit war das Unternehmen nach eigenen Angaben stärker als der Gesamtmarkt gewachsen.

Unseren Quellen nach zu Urteilen passt diese Aussage aber nicht zu den Nachrichten über den rückläufigen Traffic. Gerade heute fragte uns ein Bekannter – meint Ihr, man könne bei Quelle ohne Probleme bestellen. Eine wirkliche Antwort dazu ist schwer zu geben. Das Internetgeschäft wird nach der Inoslvenz sicher weiter fungieren und sich im Markt wieder erholen. Aber in diesem Moment da bestellen?!  

Quelle-Sprecher Manfred Gawlas bestätigte laut dpa, dass sein Unternehmen trotz des von der Politik bewilligten Massekredits über 50 Millionen Euro noch nicht liquide sei. Man hoffe, dass die Zahlungsfähigkeit Mitte nächster Woche wieder hergestellt sei. Der Insolvenzverwalter geht ebenfalls davon aus, dass die Essener Valovis-Bank bis zum kommenden Mittwoch die Zahlungen an Quelle wieder aufnehmen könne. Quelle: heise.de 

Quelle befindet sich in einer unschönen Situation. Die Druckereien haben Produktion und Auslieferung des Hauptkatalogs gestoppt. Hintergrund sind auch hier die Befürchtungen, dass die Arbeit der Druckereien nciht bezhalt werden könne – Der Katalog ist ein starkes Glied im Überleben um Quelle.

Otto-Group geht es dank des E-Commerce gut

Abendblatt.de berichtet, dass es der Otto Gruppe dank des E-Commerce trotz Wirtschaftskriese gut gehen würde und vor allem das abgelaufene Geschäftsjahr sowohl vom Umsatz als auch Ertrag gestiegen sei.

Größter Wachstumstreiber in der Otto Group war im Geschäftsjahr 2008/2009, das Ende Februar endete, der Sektor E-Commerce. Das Onlinegeschäft legte um 12,5 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro zu. Damit bleibt Otto nach Amazon weltweit der zweitgrößte Onlineanbieter im Geschäft mit Endverbrauchern. In Deutschland stieg die Onlinenachfrage sogar um 13,7 Prozent auf vier Milliarden Euro.

Das sind Neuigkeiten, die wir gerne hören. In der Tat sind Meldungen starker Umsatz- und Gewinneinbrüche in vielem Wirtschaftszweigen an der Tagesordnung – wiedereinmal wird uns klar, dass wir im richtigen Segment unterwegs sind. Der E-Commerce setzt sich trotz dieser Krise durch.

Nur die Wenigsten im E-Commerce-Bereich wissen überhaupt von den umfangreichen Portalen und Diensten der Otto-Gruppe. Hier eine Übersicht aus dem Segment E-Commerce:

Hans-Otto Schrader teilte im Interview mit dem Abendblatt mit: „Wir stehen gut da, haben enorme Finanzkraft und gute Ideen“, zog der Vorstandschef der Otto Group gestern Bilanz. Besonders freut den Firmenlenker, dass sich der Vorstand im Gegensatz zu einigen anderen Familienunternehmen in der Republik, nicht zu überteuerten Zukäufen hinreißen ließ. Während Firmen wie Schaeffler große Geschäfte einfädelten und sich dabei finanziell überhoben, habe die Otto Gruppe die Hochpreisphase vor der Finanzmarktkrise zum Verkauf eigener Unternehmensbereiche – wie Fegro/Selgros oder Club des Créateurs de Beauté – genutzt und damit Kasse gemacht. Insgesamt flossen Otto damit 400 Millionen Euro zu. Geld, das jetzt für neue Geschäftsideen und Zukäufe investiert werden kann.

Spannend ist, dass Otto dabei auch an Teilen des insolventen Arcandor-Konzerns interessiert sei, besonders an der Primondo-Tochter. Zu Ihr gehören folgende E-Commerce Portale/Onlineshops:

An welchen Teilen des Unternehmens genau – wollte Herr Scharder noch nicht mitteilen, nur so viel, dass kein Interesse an Quelle bestünde: „Wir wollen Quelle nicht übernehmen. Wir glauben nicht, dass eine Sanierung erfolgreich möglich ist. Ein Konzeptwechsel würde drei bis fünf Jahre dauern. Diese Zeit haben wir nicht.“ Für jede Übernahme gelte grundsätzlich: „Wir müssen erst die Bücher prüfen. Zudem muss der Preis fair und angemessen sein.“

Bisher hat uns der Insolvenzverwalter aber noch nicht angesprochen“, sagte Schrader. Um den konzerneigenen Sportartikelhandel Sport Scheck zu stärken, käme auch eine Übernahme einiger Karstadt Sporthäuser in Frage.

Wachstumsschwerpunkte für die Zukunft sollen vor allem der Online-Bereich, der stationäre Einzelhandel, sowie der Bereich Service sein. In der Startphase befindet sich auch das Portal für Modemarken „yalook„, für die junge „Twittergeneration“.

Insgesamt konnte der Konzern seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro steigern. Der Jahresüberschuss legte um 15,9 Prozent auf 321 Millionen Euro zu. Durch eine Umschichtung von Gewinnrücklagen erhöhten die Gesellschafter das Eigenkapital um 110 auf 770 Millionen Euro, womit der Konzern nun über eine Eigenkapitalquote von 28 Prozent verfügt.

Weltweit beschäftigt Otto fast 50 000 Mitarbeiter. Auch für 2009 bleibt Schrader zuversichtlich: „Im ersten Quartal konnte eine leichte Umsatzsteigerung realisiert werden.“ Eine Prognose gab der Otto-Chef wegen der Wirtschaftskrise aber nicht ab: „Das wäre nicht seriös.“ Bis auf den angekündigten Jobabbau von 410 Stellen in der Logistik soll die Mitarbeiterzahl stabil bleiben: „Es gibt keine Pläne, Personal zu reduzieren.“