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Kampagnen-Tracking für Onlineshops

Jeden Tag werden wir aufs neue mit Tracking-Systemen konfrontiert – auffällig dabei ist für uns als Onlineshop-Berater und Blogger besonders das fehlende Wissen auf Seiten der Onlineshopbetreiber zum Thema Kampagnen-Tracking.

Viele Onlineshops haben heute bereits ein Messinstrument zum Auswerten des Traffics in den Onlineshop  eingebunden.

Sollte dies noch nicht geschehen sein, so können wir das schnell nachholen – bei einigen Shops werden Trackingsysteme per Knopfdruck eingebunden, bei anderen Bedarf es der Integration eines Zählpixels oder gar einem Javascript-Codes direkt in den ausgeführten Quellcode des Shops. Diese Anleitungen findet man über Google wie Sand am Mehr. Leider nur beschäftigen sich sehr wenig mit dem Thema Kampagnen – warum eigentlich? Es ist ganz einfach… im Folgenden wollen wir dies kurz erläutern.

Weshalb ein Kampagnen-Tracking aktivieren?

Angenommen wir listen unsere Produkte im Produkt- und Preisvergleichsdienst pangora.com. Unser Onlineshop erstellt eine CSV-Datei und exportiert unter Anderem auch die Deeplinks zu den späteren Produktdetailsseiten/Landingpages des Shops. Diese Daten werden von dem Dienst verarbeitet und entsprechend in viele kleinere Portale gestreut. In unserer Auswertung sehen wir später genau, wieviele Weiterleitungen von den einzelnen Seiten zu uns in den Shop gekommen sind. Diese müssten wir jetzt zuordnen und manuell zusammenzählen. Das macht viel Arbeit und ist bei Weitem nicht genug der Kontrolle – da wir in dieser Form sehr schnell die Übersicht verlieren. Immer wenn es darum geht den Traffic von einer Quelle zu bündeln/zu kanalysieren und somit auf einem Blick auszuwerten, macht das Anlegen einer Kampagne Sinn. In anderen Worten: Immer wenn die Ziel-URL des Werbemittels sich verändert ist eine Kampagne anzulegen.

Im folgenden eine Übersicht über mögliche Kampagnen-Werkzeuge. Die daraus enthobenen Daten/Tracking-Parameter müssen automatisiert bei jedem Export der Produkt-Daten an die Produkt-Links/Deeplinks angefügt und somit an das Produkt- und Preisvergleichsdienst pangora (dies gilt  für alle anderen Dienste entsprechend – pangora ist nur unser Fallbeispiel) übergeben werden.

anschließend noch an die Produkt-Links angefügt

Kampagnentracking mit dem Tracking-Werkzeug Piwik:

Beispiellink: ?piwik_campaign=pangora

Kampagnentracking mit dem Tracking-Werkzeug Google Analytics:

Beispiellink: ?utm_source=pangora&utm_campaign=pangora

Kampagnentracking mit dem Shopsystem xt:commerce 3.0.4 Sp 2.1:

Bitte wie folgt vorgehen: In das Administrationsmenü einloggen > Menüpunkt „Konfiguration“ – „Kampagnen“ auswählen > Knopf „einfügen“ > Kampagnenname: „pangora“ > RefID der Kampagne: „pangora“ > „speichern“ > FERTIG

Beispiellink:

?refID=pangora

Kampagnentracking mit dem Tracking-Werkzeug Econda:

Beispiellink: ?campaign=pangora

Kampagnentracking mit dem Tracking-Werkzeug Etracker:

Hinweis: Die Werte et_cid=12334&et_lid=55555 werden durch die Administrationsoberfläche von Etracker vorgegeben und sind immer unterschiedlich.

Beispiellink: ?et_cid=12334&et_lid=55555&et_sub=HerstellerundProduktbezeichnungEncoded

Umsatzquellen für Shopbetreiber Teil 1 – Produkt- und Preisvergleichsdienste

Produkt- und Preisvergleichsdienste

Eine der bekanntesten Möglichkeiten Produkte und deren Preise zu vergleichen sind Preisvergleichsportale. Ein Preisvergleichsportal ist eine Website, auf der Verbraucher zu einem gesuchten Produkt mehrere Onlineshops auf einer Seite zusammengefasst auffinden können. Dort können dann die  gesuchten Preise und Produkte miteinander verglichen werden.

Grundsätzlich sind Produkt- und Preisvergleichsportale für Shopbetreiber sämtlicher Produktgruppen interessant, da die Breite der, innerhalb eines Preisvergleichsportals angebotenen, Produktgruppen stetig ausgebaut wird. In den Anfangsjahren der Preisvergleichsportale, Ende der 1990er Jahre, wurden fast ausschließlich Produkte aus den Gruppen Computer-Hardware, Unterhaltungs- und Haushalts-elektronik miteinander verglichen. Heutzutage werden jedoch fast alle Artikel, von Medikamenten bis hin zum Wintersport, des täglichen Bedarfs dargestellt.

Der wohl wichtigste Grund für einen Shopbetreiber seine Produkte in ein Preisvergleichsportal zu integrieren, besteht darin, mit einem relativ geringen Aufwand neue Besucher und somit neue potenzielle Kunden für den Onlineshop zu generieren. Der technische Aufwand besteht aus der Erstellung einer so genannten Produktdatenliste (CSV, TXT, Export, XML), welche mittlerweile aus jedem aktuellen Onlineshop mittels eines Datenexportes generiert werden kann. Bei der Produktdatenliste handelt es sich um eine von den Produkt- und Preisvergleichsportalen verarbeitbare Liste, welche in der Regel Informationen wie z.B. Produktbezeichnung, Produktbeschreibung, Herstellerartikelnummer, Produktpreis, Deep-Link (Hyper-Link zu dem jeweiligen Artikel), Grafik-Link (Hyper-Link zu der jeweiligen Grafik in dem entsprechenden Online-Shop), Lieferzeit, EAN-Code, Versand-kosten und Produktkategorie enthält. Diese Liste wird von den Produkt- und Preisvergleichsportalen benötigt, um die Produkte eines Händlers abbilden zu können. Desweiteren haben wir auch schon viele Tipps zum Erfolg in Produkt- und Preisvergleichsportalen gegeben – ein Blick lohnt sich.

Die Vergütung eines Produkt- und Preisvergleichsportals erfolgt in der Regel nach einem CPC oder CPO/Revshare-Deal , wobei die Höhe der Klickpreise stark variiert und sich kein Durchschnittspreis benennen lässt. Ein weiterer Vorteil für die Kooperation eines Onlineshops mit einem Produkt- und Preisvergleichsportal liegt in der hohen Umwandlungsquote von weitergeleiteten Besuchern in Käufer. Wie man als Shopbetreiber einen guten Deal verhandelt und dabei noch mehr Geld spart, haben wir bereits hier erläutert.

Wir sind bereits mehrfach auf die Möglichkeit des Trackings und der Auswertung einer solchen Kampagne eingegangen. Diese Dienste sind alle transparent nutzbar – als Onlineshopbetreiber ist man in der Lage genau nachzuvollziehen, wie die gewonnenen User sich verhalten, wieviele davon kaufen, etc. Daraus resultiert der Soll-ist-Vergleich und wir können sehen ob die Kooperation/Kampagne sich auch lohnt.

Die Produkt- und Preisvergleichsportale ermöglichen nicht nur Privatpersonen, sich einen Überblick über einen Markt zu verschaffen. Auch Unternehmen können sehr einfach das Verhalten der Mitbewerber beobachten und darauf somit kurzfristig reagieren. So lassen sich die Ausgaben für eine kostenintensive Marktbeobachtung mittels Marktforschung durch die von den Produkt- und Preisvergleichsportal geschaffene Transparenz senken.

Preisvergleichsportale wie beispielsweise guenstiger.de bieten nicht nur die Möglichkeit des Preisvergleichs von Onlineshops, auch der stationäre Handel wird mit einbezogen. Durch die Eingabe der Postleitzahl des Aufenthaltsortes des Internetnutzers ist es dem Preisvergleichsportal möglich, auch Angebote kooperierender Ladengeschäfte für den Suchenden abzubilden. Dieser Aspekt gewinnt immer mehr an Bedeutung, wenn man beachtet, dass immer mehr Mobiltelefonnutzer mit dem Mobiltelefon das Internet nutzen. Hinzu kommt die Möglichkeit der Aufenthaltsortsbestimmung durch die eingebaute GPS-Funktion in aktuellen Mobiltelefonen.

Budgetierung, Deckelung, Limit

Was wird im Allgemeinen unter einer Budgetierung, Deckelung oder Limit verstanden?

  • Diese Begriffe beschreiben alle das Gleiche und meinen damit eine Begrenzung unserer Marketing-Kampagne, die wir irgendwo geschaltet haben, bei einem bestimmten Wert. Dieser Wert kann zum Beispiel eine Summe in  € von 100 ,- im Monat sein. Er kann aber kann auch eine Begrenzung an Weiterleitungen von z.B: Usern durch eine Kampagne in unseren Onlineshop darstellen. Diese Grenze wird von der Plattform eingerichtet, von der die Vermittlung ausgeht. Oftmals müssen wir so etwas in die Verträge verhandeln. Nachträgliches verhandeln gestaltet sich dort sehr schwierig.

Warum bieten Online-Dienste überhaupt eine Budgetierung an?

  • Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Vom Prinzip her ist es eine Schutzmaßnahme für uns als Onlineshopbetreiber. Wir geben an finanziellen Mitteln somit nur genau das aus, was wir auch tatächlich an Geld für diese Kampagne zur Verfügung haben. Werbung ist ja immer gut, nur wie grenzen wir das ein, so dass dies nicht aus dem Ruder läuft.  Wir gehen in diesem Fall mal davon aus, dass wir die Kampagnen in diesem Moment nicht auswerten und den ROI, bzw. die Qualität generell nicht auswerten. Die Budgetierung ist ein gutes Mittel um eine Zusammenarbeit mit einem guten Gewissen generell eingehen zu können.

Gibt es Ausnahmen, weshalb eine Budgetierung mir als Onlineshopbetreiber auch schaden kann?

  • Ganz klar ja! Wenn wir mit einem Produkt- und Preisvergleichsdienst zusammenarbeiten und die Qualität dieses Portals permanent hoch ist, wir aus diesen Kunden wirklich Profit erzielen, macht es keinen Sinn diese gute Qualität zu deckeln. Wir erleiden im ersten Moment ja keinen direkten Verlust – Aber: Die Produkt- und Preisvergleichdienste haben in diesem Fall die Kunden. Und wo gehen diese Kunden denn dann hin, wenn wir mit unseren Produkten durch eine Deckelung abgeschaltet werden? Na klar – zu unseren Mitbewerbern. Und genau hier ist der indirekte Verlust und zugleich eine Stärkung unserer Mitbewerber – Tödlich auf Dauer. Diese entgangenen Gewinne nennt man auch Opportunitätskosten. Dies kann man pauschal nicht zu allen Produkt- und Preisvergleichdiensten sagen. Unsere Kunden haben vor allem sehr gute Erfahrung gemacht mit Idealo.de und Preissuchmaschine.de.

Fazit: Das ganze Thema zeigt uns, dass wir uns aktiv mit Qualitätsauswertungen auseinander setzen müssen. Hierfür kommt man um die Integration von Mess- und Trackingwerkzeugen, wie Google Analytics, Etracker oder Econda in unseren Onlineshop nicht umher.

CR – Conversion Rate

Die Conversion Rate, kurz CR und im deutschen Sprachgebrauch auch zu finden unter Konversationsrate beschreibt immer ein Verhältnis von gelieferten Traffic und daraus generierten Erfolg in Prozent.

Beispiel: Eine Kampagne liefert uns im Zeitraum von einem Monat 1500 Weiterleitungen in unseren Online-Shop. Von diesen 1500 Weiterleitungen kaufen 150 Leute durch diese Kampagne in unserem Onlineshop ein. Dies ergibt eine Conversion Rate von 10 %. Diese Zahl liefert uns ein Indiz dafür, dass die Qualität dieser Kampagne stimmt, zeigt jedoch nicht auf, was mich diese Kampagne kostet, wie hoch mein ROI (return of investment) ist.

Setzt man diese Kampagne nun in den Vergleich zu bereits bestehenden Kampagnen, so ist man durchaus in der Lage zu bewerten, welche Kampagne optimiert und welche abgesetzt werden sollte.