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ShopTrainer.de > Shopsysteme > Was darf ein Onlineshop kosten
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27.04.2009

Was darf ein Onlineshop kosten

Die Frage, mit der sich immer wieder Interessenten von neuen Online-Shops beschäftigen ist – was darf ein neuer OnlineShop kosten? Diese Frage ist ungefähr so leicht zu beantworten, wie ein Hochhaus Treppen hat – Wer ohne weitere Infos einen Preis vorschlägt, hat schlichtweg keine Ahnung.

Bitte liebe Leser, wir sprechen nicht von Mietshops oder Shopverbundsystemen, wir sprechen von einem echten eigenen neuen Onlineshop, wo wir Kunden neu gewinnen und langfristig halten. Der Fokus liegt uns nicht auf Umsatz generieren in erster Linie – sondern auf Profit bilden über einen langfristigen Zeitraum. Somit muss ein Neukunde nicht nur gewonnen, sondern mit aller Kraft auch bei uns gehalten werden.

Zunächst gilt es festzustellen, was wir jetzt haben, was uns vorschwebt, wo wir hin wollen. Sind wir Ebay-Powerseller und wollen unsere Eigenmarken, die in China für uns produzierten Schuhspanner nun endlich in einem Onlineshop verkaufen oder wollen wir ein Vollsortiment an Elektroteilen von weit über 200.000 Produkten verkaufen?

Oder haben wir einen veralteten Onlineshop, der einfach nicht aus dem Quark kommt?

Ok, mal angenommen, wir wollen ein kleines Sortiment von bis zu 500 Produkten verkaufen und haben bereits eine alte Warenwirtschaft. Wir müssten uns überlegen, ggf. auf eine neue, an das Shopsystem anzubindene, Wawi umzusteigen. Entweder sofort oder auch später. Dies kommt darauf an, ob wir einen neuen Shop gründen: Hier wäre anzuraten, dass wir uns erst einmal nur auf den Shop konzentrieren. Nehmen wir einen Relaunch des Shops vor, so wäre unbedingt auf die richtige Anbindung der alten oder neuen Wawi zu achten. Die Systeme müssen zueinander passen.

Um den Bogen zurück zur Ausgangsfrage zu spannen, gehen wir in diesem Fall von einem Onlineshop aus, der keine Warenwirtschaft benötigt und knapp 500 Produkte umfassen soll. Er wird neu erstellt. Also ein klassischer Startshop, bzw. Erstshop.

Recherchieren wir nun ein wenig mit unserem Freund Google, kommen wir zu Ergebnissen von 0,- bis weit über 50.000,-  Nur was davon ist realistisch? Welche Programmier- bzw. Grafikkenntnisse habe ich selbst?

WICHTIG: Eine gute Dienstleistung, einen guten Shop können wir nur erhalten, wenn wir dafür in die Tasche greifen. Kein Dienstleister arbeitet motiviert und freudig an unserem Shop, wenn er nicht daran verdienen kann! Geschenkt bekommt man nichts.

Ein Preis setzt sich üblicherweise aus einzelnen Steps zusammen. Diese vermischen sich bei der Shoperstellung stark miteinander und sollten klar voneinander abgegrenzt werden. Desweiteren gibt es laufende monatliche und jährliche Kosten, die sich auch mit anderen Dingen, wie spamfreien E-Mail Service, vermischen. Hier eine kleine Liste an Dingen, an die wir unbedingt denken sollten:

  1. monatlichen Basis-Serverkosten
    1. Datenbank (MySql)
    2. E-Mail
    3. Spamfilter
    4. Webspace
    5. Datensicherung (extrem wichtig und nur ganz selten gegeben)
  2. monatliche Traffic-Kosten (je mehr User wir haben, umso mehr müssen wir zahlen – anfänglich natürlich eher weniger)
  3. jährliche Kosten für Datenverschlüsselung (SSL-Zertifikat , wie z.B: von der Firma Thawte.com)
  4. jährliche Kosten für die Domain/Url (von 6,90 bis knapp 1.000,- – je nach Land und Endung)
  5. einmalige Einrichtungs, bzw. Umzugsgebühr von vorhandener oder neuer Domain zum passenden Server
  6. Einrichtung des Onlineshops
    1. Basics und Einrichtung des Shops in deutscher Sprache
      1. Design
      2. Einrichtung Bestellprozess inklusive Zahlungsmöglichkeiten und Versandkosten
      3. Shopaufbau suchmaschinenoptimiert
      4. Grundkonfiguration und Einstellungen von vielen Kleinigkeiten
    2. optionale Verhandlung und in der Regel nicht im Preis enthalten
      1. Einpflegen der Produkte, ggf. auch alle in weiteren Sprachen
        1. Herstellergebundene Produktbezeichnungen
        2. ausführliche Kurzbeschreibungen
        3. ausführliche Langbeschreibungen
        4. Hersteller-Artikel-Nr.
        5. EAN-Code
        6. Produktbilder
          1. Selbst welche produzieren
          2. vom Hersteller vorgegebene
        7. Bedienungsanleitungen
        8. Datenblätter
        9. Videos
      2. Grundmarketing
        1. Gutscheine
        2. Rabatte
        3. Kundengruppen
        4. Preisvergleichsdienste
        5. Adwords
        6. Adsense
      3. Usability bis hin zum vollen Ausschöpfen eines jeden potenziellen Kunden
      4. Einrichtung eines Trackingwerkzeuges, bzw. Nutzerverhalten-Analysewerkzeuges, zum Auswerten von Verhalten von Usern in einem Onlineshop, sowie Kontrollmöglichkeiten von Marketing-Kampagnen
      5. Suchmaschinenoptimierung der Kategorien und Produkte

So sehen wir nun auch sehr schnell – dass Angebote bezüglich Onlineshops sehr schwierig zu vergleichen sind.

Übrigens bietet ein guter Dienstleister auch die Zahlung der gestellten Rechnung in mehreren Schritten an.
Beispiel:
Nach erfolgreicher Grundeinrichtung –  Teilzahlung von 1000,-
Nach erfolgreicher Designanpassung – Teilzahlung von 1000,-
Bei Fertigstellung des Shops und Übergabe – Restzahlung von 3000,-

Letztendlich muss man vor allem Vertrauen zu seinem (potenziellen) Dienstleister aufbauen. Unsere Empfehlung ist:
Ruhig mal bei einem der Referenzshops des Dienstleisters anrufen und sich nach Service und Leistung erkundigen. Gern sich auch persönlich treffen, um die Zusammenarbeit zu festigen und möglichst wenig Überraschungen zu erleben.

Ein gewisses Risiko bleibt immer und lässt sich in der Form auch nicht ausschliessen. Aber wir wollen immer daran denken - wir wollen Neukunden gewinnen und Umsatz generieren – langfristig. Ein Shopaufbau ist hingegen ein permanenter Aufbau und darf nicht stillstehen. Habe ich den falschen Dienstleister – steht mein Shop still. Und damit auch die Chance auf Wachstum. So sollte man auch gerne überlegen, ob man nicht auch bereit ist 5.000,- auszugeben – dafür aber mehr als nur einen Null-Acht-Fünfzehn-Shop erhält. Dieser Dienstleister hilft sicher auch gerne bei der Einpflegung von Produkten, etc. Und aus Erfahrung können wir sagen – diese Unterstützung ist notwendig!

Will man völlig unabhängig sein und kein Wachstum erleben – kauft man sich einen Shop für 150,- und macht alles selbst. Spätestens nach 2 Jahren muss man dann richtig tief in die Tasche greifen und hat aber leider die letzten 2 Jahre verpasst – die Mitbewerber schlafen nicht!

Übrigens empfehlen wir, niemals einen Onlineshop ohne einen Blog zu starten. Die Blogsoftware ist auf schnelle Kommunikation der neuen Inhalte und Texte zu Suchmaschinen optimiert und wird lieber und häufiger vom Kollegen Google besucht, als der Shop. Hier bedarf es der Mitarbeit des Onlineshopbetreibers, der mindestens 2 Einträge die Woche über seine eigenen Produkte schreiben sollte. Von einer Empfehlung zur Kaufberatung mit Bildern können dort per einfacher Oberfläche, wie in Word, geschrieben und verwaltet werden. In Anlehung an Ihr Shopdesign könnte so etwas gut mit 500,- berechnet werden.

Haben Sie Fragen zu unserer Auffassung – wünschen Sie eine Angeboterstellung für Ihren eigenen Onlineshop?
Wenden Sie sich gern an info@shoptrainer.de

11 Kommentare zu “Was darf ein Onlineshop kosten”

  1. ilsignore says:
    25. June 2009 at 07:20

    Gut geschriebener Artikel, welcher die zu beachtenden Punkte detailliert aufführt. Im Beitrag nicht erwähnt, aber der wichtigste Punkt überhaupt ist die Rechtssicherheit. Gerade für Anfänger kann das richtig teuer werden. Wichtig sind die Informationen zum Vertragsabschluss, Widerrufsrecht und Datenschutz.

  2. Linktipp: Was darf ein Onlineshop kosten ::: xtc-load.de says:
    14. September 2009 at 16:07

    [...] alle anfallenden Kosten gibt ein äußerst informativer Blogbeitrag auf Shoptrainer.de einen ausführlichen Überblick. Eine nützliche Planungshilfe für jene, die über einen eigenen [...]

  3. Onlineshop erstellen says:
    14. September 2009 at 20:14

    Der Artikel beleuchtet viele Aspekte, die immer wieder von (zukünftigen) Gründern nur teilweise hinterfragt werden.
    Leider stellt man immer wieder fest, dass Gründer davon ausgehen, dass es mit einer Shop-(Software-)Installation getan wäre und der Kapitalfluss mit Live-Schalten des Shop beginnen würde. Schnell kommt die Ernüchterung, wenn man auf den falschen Dienstleister gesetzt hat. Gute Dienstleister beraten schon im Vorfeld z. B. über die nötigen Keywords, die die Artikelbeschreibungen enthalten sollten, damit der Shop schnellstmöglich zum Umsatzbringer wird.

  4. Robin says:
    14. September 2009 at 20:33

    sehr guter artikel den man sich mit all seinen details wirklich zu herzen nehmen sollte, wenn man über eine shopgründung nachdenkt!

  5. André Estel says:
    15. September 2009 at 08:27

    Wobei eine Aussage über die Kosten für das vorgenannte Beispiel der 500 Artikel mal interessant gewesen wäre. Oder anders gefragt: Warum beginnt man mit einem konkreten Beispiel, um am Ende doch sagen zu müssen, das es von den Umständen abhängt. Das ist von der Artikelzahl unabhängig, oder?

  6. ShopTrainer.de says:
    15. September 2009 at 08:48

    Hallo Herr Estel,
    vielen Dank für Ihren Beitrag. Also, ich denke, dass kein Dienstleister Spaß am Produkte einpflegen hat, so dass ich davon ausgehe, dass Sie die Gesamtanzahl an möglichen Produkten meinen. Im Grunde genommen ist bei Kauflösungen die Menge der Produkte unendlich (vom Prinzip her). Wir kennen nur bei Mietshopsystemen eine Begrenzung der Produktanzahl. Haben Sie andere Infos, so seien Sie doch bitte so nett und schildern dies hier noch einmal – Danke. Wir hoffen Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben.

  7. First-Web.de says:
    16. September 2009 at 17:11

    Der Artikel ist gut geschrieben. Ich werde mal meine potentiellen Kunden darauf aufmerksam machen, den ich glaube das wir viel zu günstig sind.
    Es ist auch wirklich nicht leicht einen festpreis zu nennen.
    Manche Kunden nehmen das Design im ersten Rutsch ab andere lassen sich bis zu 5 verschiedene Layouts präsentieren.
    Dazu kommt der kostenlose telefonische Support für unsere Kunden.
    Wir haben das ganze in 3 Posten aufgeteilt.
    1. Der Kunde bekommt ein individuelles Design inkl Einweisung und Support, erstellen der Seiten + Eintrag in Suchmaschinen u.s.w.
    2. Der Kunde will weitere individuelle Module und SEO
    3. Der Kunde möchte das wir seine Artikel einpflegen… (was ich grundsätzlich versuche zu vermeiden da das eine stubide Arbeit ist die obendrein auch noch schlecht Bezahlt wird).
    Leider haben viele Kunden schon schlechte Erfahrungen mit schlechten gemachten Shops aller Strato oder Data Becker

  8. André Estel says:
    18. September 2009 at 19:55

    Mir ging es nicht um die Artikelanzahl. Ich denke für jeden, der sich an einen Shop herantraut und keine etablierte Firma besitzt, die ein paar tausend Euro relativ locker investieren kann, wre eine Hausnummer schon ganz hilfreich. Denn mit dem Preis des Shopsystems alleine ist es ja wie beschrieben nicht getan. Und das unterschätzen viele aus meiner Sicht. Insofern hätte mich mal eine grobe Einschätzung Eurerseits interessiert, speziell für den besagten 500 Artikelshop mit individuellem Design – quasi ready to go (also komplett eingerichtet außer die Produkte). Das Pflegen der Artikel ist in der Tat “pain in the ass” und darf gern vom Betreiber übernommen werden ;-)

  9. ShopTrainer.de says:
    19. September 2009 at 10:29

    Hallo Herr Estel,
    vielen Dank für den erneuten Beitrag. Kann gut sein, dass wir komplett aneinander vorbeireden :-) . Wir versuchen nochmal konkret zu werden: Wir würden einen Onlineshop mit einer Artikelanzahl von 500 (wobei die bei open source keine Rolle spielt, könnten auch 50000 sein, hauptsache wir selbst pflegen diese nicht mit ein…) sicher nicht für weniger als 4000 EUR verkaufen. Kommt aber auch auf die besonderen Wünsche des Kunden beim Template drauf an. Im Template steckt nunmal die Usability und der größe Teil der Arbeit. So etwas kann man nicht verschenken – vor allem nicht, wenn man weiss, dass man gut ist und davon viel Ahnung hat. Es gibt genug Diensleister, die Shops verkaufen und das für weniger Geld… leider wundern sich die Kunden dann nach 2 Jahren, warum nichts geht… Wir telefonieren häufiger mit Onlineshopbetreibern aus Nischenbereichen, die nach 4 Jahren Ihren Shop aufgeben – Basis, Os-Commerce und keine Betreuung durch den Dienstleister mit gleichzeitig keinem Know-How des Shopinhabers. Ist das ein Wunder? Wer glaubt, man könne einen Shop kaufen und alles andere würde von alleine gehen – der täuscht sich ganz gewaltig. E-Commerce ist eine permanente Entwicklung. Wer als Onlineshopbetreiber dem nicht folgen kann und möchte, verliert auf langer Strecke alles! Deshalb sagen wir uns – die Onlineshopbetreiber, die kaum Geld haben oder gar Pfennigfuchser sind, sollen sich ruhig einen “kleinen” 0815 Shop kaufen… in 2-3 Jahren sehen wir uns wieder ;-) . Dann aber haben Sie 2-3 Jahre Rückstand auf Ihren Wettbewerb – Guten Morgen und tagschön… oder wie sagt man das nochmal :-) . Nicht jeder Wettbewerber spart beim Onlineshop/Diensleister – wie beim Pferderennen muss man für einen Sieg eben auf das richtige Pferd setzen.

  10. tecdix.de says:
    21. September 2009 at 14:08

    Hallo,
    super Artikel.
    Im allgemeinen kann man den Preis eines Shop’s nur nach seinen Anforderungen bestimmen.
    Wenn der Shop an eine Warenwirtschaft(z.B. IBM/AS400) angebunden werden soll, eine Bilderzoom-Technik (nicht auf Basis von Adobe Scene7) oder eine After-Search-Navigation (z.B. Factfinder-Suche) integriert werden soll, kann sich ein Shop schnell in den sechsstelligen Bereich bewegen. Es kommt auch darauf an, wieviele Mann-Stunden oder externe Ressourcen bzw. externes Know How für die Erstellung des Shops benötigt werden.

  11. ShopTrainer.de says:
    21. September 2009 at 23:27

    Oh ja unbedingt – Bei Anbindungen an Warenwirtschaftssysteme oder wie oben benannt, besondere Suchfunktionen oder gar Mehrsprachigkeit des Shops steigt der Kurs selbstverständlich an.

    An dieser Stelle können wir uns nicht verkneifen, auch nochmal etwas sehr sehr wichtiges zum Kauf eines Onlineshops, bzw. zur Auswahl des richtigen Dienstleisters zu erwähnen. Buttern Sie als Onlineshopbetreiber auch Monat für Monat Geld in Google Adwords? Können Sie machen – aber wieso investieren Sie in Freund Google, statt ihn von vorne herein erst einmal als Helfer, als Sprungbrett zu nehmen? Dies ist uns ein Rätsel. Haben Sie sich auch schon mal über einen Wettbewerber gewundert und geärgert, befindet er sich gar mit Ihrem Wunschkeyword bei Google direkt unter Ihrer Werbeanzeige, für die Sie soviel Geld bezahlt haben, Ihr Wettbewerber jedoch nicht – was hat er gemacht, wie ist das Zauberwort dafür? Richtig – genau hier kommen wir ins Spiel. Sie sind Profi für den Vertrieb und Verkauf von Waren, für Onlineshops und das Thema Suchmaschinenoptimierung gibt es uns. Oder was glauben Sie, wie die Shops mit den relevanten Keywords auf Platz 1 hinter den Werbeanzeigen auftauchen? Hexerei? Nein! Je nach Produktsegment ging dem ein jahrelanger Keyword- und Linkaufbau voraus. Dafür kann Ihr Wettbewerb aber jetzt abkassieren, an fast der identischen Position, wofür Sie unglaublich viel Geld bezahlen. Außerdem ist er aber mit all seinen Produkten bei Google aufzufinden – Sie nicht. Und nun? Wenn Sie sich an dieser Stelle befinden, dann wissen Sie, dass Sie einen falschen oder veralteten Shop oder/und auf den falschen Dienstleister gesetzt haben.

    Sie kennen unseren Leitsatz: Kaufen Sie ruhig billig einen Shop – wir sehen uns doch wieder…   Ihr Wettbewerb befindet sich nicht in der nächsten Strasse oder im nächsten Stadtteil – er ist nur 2 Klicks entfernt! Marketing für Ihren Shop ist einfach ein Muss und zahlt sich langfristig aus…

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