Preisvergleiche sind wie Autos

Was sind Preisvergleichsdienste

Jeder Endverbraucher kennt sie. Auf der Suche nach dem besten Preis zu einem Produkt besucht der Verbraucher einen Preisvergleichsdienst entweder direkt per Eingabe in der Adressleiste des Browser oder eben über Google. Der Aufruf einer Produktseite in einem Preisvergleich erzeugt im Regelfall eine Übersicht zu den besten Preisen eines Produktes. Schnell kann der Nutzer sich für einen Onlineshop entscheiden und dort kaufen. Geld sparen und gleichzeitig auf einen qualitativ gut bewerteten Onlineshop setzen. So macht es Spaß Geld auszugeben. Eine umfangreiche Liste deutscher Preisvergleicher haben wir hier aufgestellt.

Was sind Autos

Autos sind diese komischen, stinkenden 4 rädrigen Geschosse mit Motor, die einem gern mal knapp über den Fuß fahren und uns alle aber auch bequem von A nach B bringen.

Preisvergleiche sind wie Autos

Betrachten wir nun die Sicht eines Shopbetreibers, dann sind Preisvergleichsdienste wie Autos. Mithilfe jeden Preisvergleichs kommt man am Ziel an, eben nur zu unterschiedlichen Kosten. Der Weg ans Ziel ist also nicht mal eben an 2 Faktoren bemessen!

Was aber macht nun den Unterschied? Bei Autos kommt es auf folgende Faktoren an: Leasinglaufzeit, Leasinggebühr, Anzahlung, Spritkosten, Versicherung, Reparatur, Komfort, Geschwindigkeit und schlußendlich unterm Strich die Wirtschaftlichkeit.

Bei der Integration der Produkte aus dem Onlineshop im Preisvergleich gibt es hingegen Vertragslaufzeiten, Einrichtungsgebühren, monatliche Zusatzkosten, CPC (Cost per Click; Kosten pro Klick)-Gebühren, eine gemessene Conversion-Rate (Verhältnis zwischen Weiterleitungen und Abverkäufen) sowie eine durchschnittliche erzielte Warenkorbhöhe. Diese Werte lassen sich mit Hilfe von Trackingsystemen erfassen und zeigen transparent auf, wieviel Geld mit einem Preisvergleichsportal verdient.

Unter Einbezug der Marge und die eigenen Kosten erhält der Shopbetreiber ein guten Überblick, ob der eigebundenen Preisvergleich wirtschaftlich ist oder eben auch nicht? Zur Optimierung dessen spielen noch Punkte wie eine Budgetierung und die Qualität der Exportdateien und die Verhandlung eine elementare Rolle. Wie wir sehen, fließen hier unglaublich viele Punkte zusammen. Alles Punkte, an denen die Qualität eines Preisvergleiches bemessen werden sollte.

Ein Smartfahrer kommt beispielsweise bei der Fahrt von München nach Hamburg nicht wirklich komfortabel voran. Wird dafür wenig Geld für Benzin ausgeben müssen und hat nur mäßig hohe Leasinggebühren oder Anschaffunsgkosten.

Einem Golffahrer geht es anders, hat geringfügig höhere Benzingkosten, dafür deutlich mehr Euronenbei Der Anschaffung oder dem Leasing einzukalkulieren.

Ein 7er BMW verbraucht viel mehr Benzin, kostet in Versicherung und Steuern sicher sehr viel mehr, als die meisten anderen Autos und er kommt sicher am schnellsten von München nach Hamburg und bietet den besten Komfort beim Reisen. Doch das bringt dem Fahrer des BMWs nicht wirklich weiter. Schließlich muss er ein paar Blitzer mehr zahlen und steht ggf. genauso viel im Stau wie alle anderen Autofahrer auch.

Fazit

Es kommt auf  das Gesamtkonstrukt an. Wieviel kostet die Listung im Preisvergleich den Shopbetreiber. Erst wenn der Dienst getestet wurde, ist eine valide Aussage über den Dienst und der nachhaltigen Qualität möglich. Alles andere ist oft nur reine Spekulation.

Vorschlag

CPCs sagen nichts über die Qualität eines Preisvergleichsdienstes aus! Vorsicht bei Vertragslaufzeiten und versteckten Gebühren. Die Anzahl der Produkte sollte beliebig sein und so kann der Traffic einfach und effizient gesteuert werden.

Lieber einen Audi A4 für die Fahrt von München nach Hamburg, als einen Smart. Möchte man in der Innenstadt von München parken und fährt kaum auf Autobahnen, kann der Smart die richtige Wahl sein.

Die Auswahl der richtigen Farbe des Autos ist nicht trivial – die der Preisvergleicher spielt nur eine untergeordnete Rolle und sagt nichts über eine Qualität des Traffics aus.

Alternativen

Am Ende gibt es noch die Möglichkeit anders von München nach Hamburg zu kommen – nämlich gar nicht erst mit dem Auto, sondern am besten mit dem Zug oder dem Flugzeug!

Was meint Ihr dazu?

Hinkt der Vergleich oder ist dieser in der Praxis anwendbar? Über Anregungen und Kommentare würden wir uns sehr freuen.

Ein Gedanke zu „Preisvergleiche sind wie Autos

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