Preisroboter

Anders als die Mitbewerber guenstiger.de und billiger.de hat der Preisroboter im Marktsegment der Preisvergleicher keinen allzu bekannten Namen. Jedoch ist er sehr häufig aufzufinden – Dank Google. Laut Google Trends braucht der PreisRoboter den Vergleich zu seinen Mitstreitern nicht zu scheuen. Der Grafik kann man entnehmen, dass der Preisroboter viel Traffic hat. Ob der Traffic allerdings gut ist… das ist für uns als Onlineshopbeetreiber die wichtigere Frage.

Wie stark und gut ist ein Portal aber wirklich? Das sind die Fragen womit wir uns auseinandersetzen müssen. Der Traffic allein sagte nichts über die Qualität des Portals aus. Sicher kann man dies anhand von Kampagnen gut auswerten – was ist aber, wenn wir davon noch keine Ahnung haben.  Zunächst mal ist davon auszugehen, dass der Preisvergleich Preisroboter seinen allergrößten Teil über Google bezieht. Zum einen ist das für den Dienst super… jedoch begibt er sich damit einer Abhängigkeit. Was ist, wenn suchmaschinentechnisch der Dienst mal in eine Sandbox verwiesen und 6 Monate kaum aufzufinden ist?

Leider verfügen die meisten Preisvergleichsdienste über zu viele Weiterleitungsmöglichkeiten der User in die Onlineshops. Im Falle vom Preisroboter sind es 4 Möglichkeiten. Diese sind dem folgenden Bild zu entnehmen, gekennzeichnet durch rote Quadrate:

Für uns stellt sich die Frage, weshalb man den User auf 4 Wegen zum Onlineshop verbinden muss? Im Zweifel kann dies nur zu Fehlweiterleitungen führen und die User selbst wollten zum Beispiel gar nicht in den Shop – oder sie suchten nach weiteren Informationen?

Für uns als Onlineshopbetreiber sind mit unter die Kosten nicht ausser Acht zu lassen. Hier wiederum punktet der Preisroboter. Im Vergleich zum Dienst billiger.de ein Schnäppchen! Schaut selbst:

Preisliste
Preisroboter.de Preisliste
Stand 27.02.2004
1. Easy-Scan – update 3-tägig
Grundgebühr/Monat: 8,00 EUR
Klicks inklusive: 150
Kosten für jeden weiteren Klick: 0,05 EUR
Scanintervall: 3-tägig
Sofortscan:* 2,00 EUR
Backlink erforderlich:** nein
2. Profi-Scan – update täglich
Grundgebühr/Monat: 10,00 EUR
Klicks inklusive: 150
Kosten für jeden weiteren Klick: 0,06 EUR
Scanintervall: täglich
Sofortscan:* 2,00 EUR
Backlink erforderlich:** nein
3. Power-Scan – update 3x täglich
Grundgebühr/Monat: 12,00 EUR
Klicks inklusive: 150
Kosten für jeden weiteren Klick: 0,07 EUR
Scanintervall: 3x täglich
Sofortscan:* 2,00 EUR
Backlink erforderlich:** nein
4. Light-Scan – update 3-tägig (mit Backlink**)
Grundgebühr/Monat: 0,00 EUR
Klicks inklusive: 150
Kosten für jeden weiteren Klick: 0,05 EUR
Scanintervall: 3-tägig
Sofortscan:* 2,00 EUR
Backlink erforderlich:** ja
Alle Preise in netto zzgl. gesetzlicher MwSt.
Abrechnungszeitraum ist der Kalendermonat. Die Abrechnung erfolgt jeweils zum 1. jedes Monats für den vorangegangenen Kalendermonat. Die Monatsbeiträge sind unmittelbar nach Ende des Abrechnungszeitraumes fällig.

Shoptrainer-Untersuchung: Wir versuchen alle Produkt- und Preisvergleichsdienste bei der Suchfunktion zu vergleichen. Dafür verwenden wir die Begrifflichkeit: “Navigon 7210″. Hier sieht man sehr schnell, ob eine Volltextsuchfunktion geschaltet ist oder/und Katalogpunkte bei der Suche mit einbezogen werden. Eine Anlage von Katalogpunkten liefert unter anderem Vorteile für die Integration von Testberichte, Preisentwicklungen, Meinungen, etc. – hat aber den Nachteil des erheblichen Aufwandes an Personalaufwand und Zeit.

Ergebnis: In den ersten 3 Ergebnissen wird leider nicht das Produkt an sich, sondern nur Zubehör gefunden. Zudem findet man kaum weitere Informationen zu diesen Produkten.

2 Gedanken zu „Preisroboter

  1. Jens

    Interessanter Artikel. Woher beziehen die anderen Preissuchmaschinen denn ihre User? Nicht von Google?

    1. ShopTrainer.de Beitragsautor

      Hallo Jens,
      vielen Dank für Deine Frage.
      Das ist recht simpel zu beantworten. Es ist immer wichtig eine Marke aufzubauen. Habe ich eine Marke gebildet, dies ist meist ein sehr langer Prozess, grenze ich mich zu meinen Mitbewerbern ab und differenziere mich. In der Psyche der Nutzer ist eine Marke ein fest verankertes, verdichtetes, wertendes Vorstellungsbild. Wurde das Produkt dann vom User genutzt und die eigene Wertvorstellung zur Marke stimmt mit der Erfahrung überein, so wird dieser User zu einem treuen User. Menschen lernen langsam und vergessen schnell, also gilt es Werbemaßnahmen immer zu wiederholen. Habe ich als Unternehmen eine Marke aufgebaut, kann ich diese effizient als Waffe einsetzen. Nutzer, die durch die gute Erfahrung in der Adresszeile des Browser mein eigenes Portal eingeben, die sind wirklich wertvoll. Die kennen meinen Dienst und kommen wieder, ohne Umwege – suchen Sie das Ziel. Je mehr dieser User ein Portal (egal welches – gilt nicht nur für Preisvergleichsdienste) hat, desto höher ist im Normalfall die Qualität, welche sich wiederum auf die integrierten Onlineshopbetreiber oder Kunden auswirkt. Du siehst, es handelt sich hierbei um einen Win-Win Kreislauf. Je höher die Qualität der Weiterleitungen sind, umso mehr Geld kann auch ein Preisvergleichsportal von seinen integrierten Shopbetreibern fordern. Von 0 bis 45 Cent pro Klick sind dabei bei den Preisvergleichsdiensten marktübliche Preise.

      Klar beziehen alle Preisvergleichsdienste auch Ihren Traffic über Google. Aber kaum einer möchte sich langfristig davon abhängig machen und nimmt so den Traffic von den Suchmaschinen als Mehrwert mit. Portale, die sich in der Psyche als Marke aufgebaut haben – da fallen uns derzeit nur 2 ein. Billiger.de und Guenstiger.de, wobei der erstgenannte Dienst seit einem halben Jahr kaum noch in Werbemedien präsentiert wird. Guenstiger.de scheint vor allem bei Stefan Raab und vielen Sportereignissen sehr präsent zu sein.

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