Google Shopping ist für Shopbetreiber wichtig

Es gibt immer noch eine Reihe von Shop-Betreibern, die das Potenzial von Google-Shopping (früher: Froogle) unterschätzen. Mittlerweile nutzen über 20.000 Händler aktiv Google-Shopping und generieren beachtliche Umsätze.

Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Google Shopping immer häufiger in der Google Universal Search in der so genannten One-Box (siehe Screenshot) erscheint und der Nutzer für seine gezielte Suchanfrage relevante Ergebnisse erhält.

Google Shopping ist aktuell in 11 verschiedenen Ländern (Australien, China, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Niederlande, Spanien und USA) bereits verfügbar. Weitere Länder werden im Laufe der Zeit sukzessive hinzukommen.

Die Produktsuche von Google funktioniert anders als klassische Preissuchmaschinen. Google listet die Ergebnisse nicht nach Preis, sondern nach der Relevanz. Dabei steht das Produkt an vorderster Stelle, welches für die eigegebene Suchanfrage die größte Relevanz aufweist.

Wo liegen die Vorteile für Online-Händler?

  • Google Shopping ist kostenlos. Wer den Dienst nutzen möchte, benötigt lediglich einen Google-Account und muss sich separat im Merchant-Center einmalig anmelden.
  • Shop erhält qualifizierten Traffic
  • Neuer und lukrativer Umsatzkanal
  • Produktdatenfeed kann für erweiterte Adwords-Kampagnen (Products Ads) verwendet werden
  • Trafficwerte können über Merchant-Center eingesehen werden
  • Gesäuberter Produktdatenfeed kann zusätzlich auch für andere Kanäle genutzt werden (z.B. Preissuchmaschinen, Retargeting-Kampagnen)
  • Produktfeed-Optimierungen haben anders als im SEO unmittelbaren Einfluss auf Traffic und Conversion

Was muss bei Teilnahme an Google Shopping beachtet werden?

Bevor man als Shop-Betreiber an Google Shopping final teilnimmt, sollte man sich mit den Richtlinien für Google Shopping intensiv vertraut machen. Denn sollte die ein oder andere Richtlinie nicht erfüllt werden können, so agiert Google wie bei den anderen Diensten auch sehr restriktiv und lehnt Produkte oder im schlimmsten Fall den gesamten Produktfeed schnell ab.

Was sind beispielsweise die wichtigsten Richtlinien:

  • Produktdaten wie Preis, Verfügbarkeit muss stets aktuell sein und der User muss direkt auf die Shop-Detailseite weitergeleitet werden. Weitere Pflichtfelder sind Bilder, Produktkategorie, Markenname und sofern vorhanden EAN-Nummer. Wer eigene Produkte herstellt und keine EAN-Nummer hat, für den gibt es ebenfalls Möglichkeiten.
  • Die Versandkosten müssen ebenfalls immer aktuell sein und im gesamten Zielland verfügbar sein
  • Je nach Zielland gibt es unterschiedliche Anforderungen, die erfüllt sein müssen. Daher bitte bei internationaler Nutzung die Richtlinien komplett und für das jeweilige Land beachten.
  • Die Nutzer müssen die Möglichkeit haben das Produkt online zu erwerben, entweder über einen Zahlungsservice oder direkt über Ihre Website. Ferner sollte eine Zahlungs- und Transaktionsabwicklung im sicheren Modus (SSL-geschützt) erfolgen.

Produktfeed-Optimierung lohnt sich!

Ein sehr wichtiger Punkt, den sehr viele Online-Händler unterschätzen, ist die Möglichkeit, den Google Shopping-Datenfeed regelmäßig zu optimieren. Durch regelmäßige Optimierungen kann die Relevanz und somit die Platzierung innerhalb Google Shopping verbessert werden.

Anders als im SEO-Bereich, sind Veränderungen bei Google Shopping oftmals nach kurzer Zeit bereits sichtbar. Dennoch haben die Optimierung von Google Shopping und SEO einen gemeinsamen Nenner – das ständige Optimieren und Pflegen des Datenfeed. Wer also mit seinen Produkten bei Google Shopping oben stehen möchte, sollte seinen Feed ständig optimieren.

Fazit

Google Shopping ist für viele Online-Händler ein unverzichtbarer Vertriebskanal geworden. Auch in der Nische kann eine Teilnahme durchaus Sinn machen, da Google zunehmend die Ergebnisse von Google Shopping in der Universal Search einblendet und somit qualifizierte Besucher auf die eigene Webseite geführt werden können. Der Einsatz verschiedener Marketing-Kanäle entscheidet letztlich aber über Misserfolg oder Erfolg. Nur der Kanal Google Shopping wird nicht funktionieren, genauso wenig wie ein anderer einzelner Kanal. Daher ist der gesunde Mix und die regelmäßige Kontrolle der einzelnen Kanäle regelmäßig zu prüfen.

Über den Autor

Thomas Ottersbach ist ein ausgewiesener Media-Experte mit langjähriger Erfahrung im Online-Marketing und Ecommerce. Er ist Geschäftsführer bei der Products-Up GmbH, Full Service Agentur für die Google Produktsuche, und betreibt das Ecommerce-Fachmagazin ecommerce-vison.de.

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Über Tom Adebahr

Ich brenne für den E-Commerce und habe das Glück in einem spannenden Internet-Unternehmen in leitender vertrieblicher Position angestellt zu sein. Ein Faktor für meine überdurchschnittliche Motivation war schon immer meine Einstellung zur Arbeit. Ich habe viel Freude an dieser und genieße es, ins Büro zu fahren und das eigene Wissen um das meiner Kollegen zu ergänzen, um im Team effizient und erfolgreich zu sein.

4 Gedanken zu „Google Shopping ist für Shopbetreiber wichtig

  1. Pingback: Handelskraft – Das E-Commerce und Social-Commerce-Blog - Die Media-Markt-Debatte – 5 Lesetipps der Woche

  2. Zinit Solutions

    Also ohne Optimieren (http://zinitsolutions.com/de/blog/suchmaschinenoptimierung) geht sogar beim Online-Handel gar nicht, oder? Um stets auf dem Laufenden zu sein und immer wieder neue Kunden zu gewinnen, reicht eigentlich nicht, neue Produkte einzufügen und Preise ein bisschen zu senken. Eigentlich habe ich viel Neues aus diesem Artikel erfahren) Vielen Dank! Vorher habe ich mehr Aufmerksamkeit verschiedenen Verkaufsplattformen geschenkt, als Google Shopping.

  3. Tennisworld

    Sehr geehrter Herr Ottersbach, vielen Dank für diesen sehr informativen Beitrag. Wir liefern selbst unsere Produkte an Google Shopping aus. Hier sehen wir noch sehr viel Potenzial!

    Ab 2013 soll Google Shopping in Deutschland kostenpflichtig werden. Dann müssen wir prüfen, ob sich dieses dann noch rechnet.

    Mit sportlichen Grüssen
    Manuel Hamm

  4. Kathrin

    ich habe mehrfach versucht meine produkte im google merchant center hochzuladen… leider werde ich nicht angenommen. kriege immer diesen roten punkt. und das bei mehreren shops. hat sich da irgendwas an den richtlinien geändert?

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