Woran erkennt man Shopbetreiber, die ehemalige Ebay-Powerseller sind

Vom Prinzip her könnten wir hier auch eine Quizfrage stellen und wir sind uns sicher, dass doch ein erheblicher Anteil diese Frage beantworten kann. Genau so sicher sind wir uns aber auch, dass viele diese Frage nicht beantworten können…

Das Konsumentenverhalten im E-Commerce scheint sich mehr und mehr zu ändern. Es geht immer weiter in Richtung des Vertrauens. Dies zeigt nicht nur Trusted-Shops mit den Kundenbewertungen und Zertifizierungssiegeln, sondern auch viele Onlineshopbetreiber selbst. Viele haben den Zahn der Zeit schon erkannt,  dass man Kaufabbruchsquoten minimieren kann – zum Teil mit gesundem Menschenverstand und zum Teil mit einem Nutzer-Analyse-Werkzeug. Beispiele: econda.de, etracker.de, google analytics.

Nun zur Frage selbst: Kennt Ihr einen Onlineshop, der neu ist und dieser vorher oder immer noch als Ebay-Powerseller Ware auf dem Portal ebay.de vertreibt? Na dann legen wir doch mal ein Produkt in den Warenkorb und wechseln in den Bestellprozess bis zum Punkt mit den Zahlarten. Was fällt uns auf? Richtig! Vorkasse und PayPal sind die konfiguerierten Zahlarten – mehr nicht!  Liebe Ebay-Powerseller, ihr betretet Neuland und wisst leider noch nicht, dass mit den beiden Zahlarten im „echten“ E-Commerce oftmals kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Dies belegen unglaublich viele Studien im Netz und vor allem ist dies auch immer wieder ein heiss diskutiertes Thema in diversen Blogs und Foren. Auch wir haben darüber schön häufiger berichtet und verweisen auf folgenden Post mit dem Inhalt „richtige Zahlarten in Onlineshops„.

Warum ist das so?

Nun ja. Die User, die bei Ebay unterwegs sind, wissen seit Jahren, dass Sie früher nur per Vorkasse zahlen konnten und heute nun auch schon seit einigen Jahren mit PayPal zahlen können. Ebaynutzer setzen auf das starke Image von Ebay. Ebay kann nicht schlecht sein und Ebay kümmert sich zum Teil auch um die Kunden und Userbeschwerden, etc. Für die Ebay-User stellt sich auch gar nicht erst die Frage, dass es weitere Zahlarten geben könnte.

Der normale Onlineshop-Shopper ist oftmals mit ganz anderen Gedanken im Kopfe beschäftigt und findet seine Produkte über mehrere andere Kanäle – immer öfter aber durch Google Suchergebnisse und Produkt- und Preisvergleichsdienste. Er shoppt nicht einfach irgendwo, sondern oftmals ausschließlich in Shops, die Ihm genug Vertrauen entgegenbringen (können und wollen). Schließlich wollen die Onlineshop-User nicht die Katze im Sack kaufen und prüfen die Shops zum Teil sehr genau.

Vertrauensvolle Maßnahmen können hier helfen – gute Beispiele dafür: Meinungportale wie ekomi.de oder ein Trusted Shops Zertifikat mit einer Geld Zurück Garantie. Nicht alle Shops haben so etwas. Wir können ein hohes Maß an Vertrauen durch die richtigen Zahlarten im Bestellprozess  am Kunden gewinnen und ebensogut auch wieder verlieren. Wenn wir als Onlineshopbetreiber einen neuen Kunden gewinnen wollen, dann müssen wir diesem auch die Chance geben, mit einer für diesen Kunden präferierten Zahlart, den Onlinekauf zu bezahlen. Immer daran denken, dass der Wettbewerb 3 Klicks entfernt ist und auch nicht im Tiefschlaf gefallen ist – der Wettbewerb bildet sich weiter und will mit seinem Shop den größtmöglichen Profit machen.

Anders als im stationären Handel, in dem der Ladenbesitzer ggf. in der ganzen Straße, vielleicht sogar im Stadtteil allein ist – ist der knallharte E-Commerce und der Wettbewerb doch sehr nah beisammen. Wir können dem Kunden im stationären Ladengeschäft auch nicht an der Kasse sagen „Sie können hier nur in bar bezahlen“ – in Zeiten von EC-Karten einfach undenkbar.  Ähnlich verhält sich das mit den zu wenigen Zahlarten. Nicht jeder der knapp über 40 Millionen User hat ein PayPal-Konto (die Zahlen dürften aktuell bei unter einem Drittel der 40 Millionen liegen). Warum soll der Kunde nun gerade bei uns im Shop per Vorkasse bestellen, wenn ein Wettbewerber das gleiche Produkt auch per Nachnahme oder Kreditkarte anbietet. Der Wettbewerber-Onlineshop könnte sogar noch ein Tick besser zu bedienen sein oder er hat für den Kunden mehr ansprechende Produkte, einen besseren Preis – glauben Sie uns, diesen Kunden sehen wir niemals wieder. Das gilt es dann unter Oportunitätskosten zu verbuchen 😉 und beim nächsten Male besser zu machen. Der größte Irrtum dabei – die meisten Händler wissen davon gar nichts und sehen auch nicht, dass Kunden im Bestellprozess wegbrechen….

Also liebe Shopbetreiber, solltet Ihr Euch angesprochen fühlen, so bitten wir Euch… räumt Euren Shop auf und öffnet Euch für neue Zahlarten. Die Kunden werden es Euch danken. Desweiteren schliessen sich die Türen außerhalb von Ebay anders – solltet Ihr Hilfe benötigen, so googelt einfach etwas oder fragt uns per E-Mail an info@shoptrainer.de um Hilfe.

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