Planung eines Onlineshops

„Verkaufen kann ich, warum soll ich eigentlich keinen eigenen Onlineshop gründen? Das machen doch schon so viele, so schwer kann das dann ja nicht sein.“

Im Prinzip stimmt das schon – aber eben auch nur im Prinzip: Einfach mal was ausprobieren, irgendwas basteln, das geht schon – wir sehen viele solche Shops. Nur, wenn man wirklich Kaufmann ist, möchte man auch was erreichen – Umsätze erstmal, dann kleine Gewinne, dann richtigen Gewinn. Und genau dort liegt der Unterschied zwischen einem Home- und einem Profishop.

Damit sie verstehen können, warum ‚Agenturen ja so teuer sind‘, folgt hier eine Liste der maßgeblichen Punkte für die Planung Ihres Onlineshops. Das müssen sie nicht nur alles, sondern auch noch richtig entscheiden – oder eben Ihr verkäuferisches Geschick mit dem technisch-organisatorischen Knowhow der Agentur verbinden.

Miet- oder Kaufshop

Mietshops stellen den preisgünstigsten Einstieg in den E-Commerce dar. Der Vorteil gegenüber einem Kaufshop liegt auf der Hand – es ist der Einstiegspreis. Während eine Kauflösung einmalig zu Buche schlägt, bestehen für Mietshops vielfältige Preismodelle. Oftmals wird von den Dienstanbietern ein monatlicher Betrag für die Nutzung des Shops fällig. In den meisten Fällen richtet sich die Höhe des Preises auch nach der Anzahl der im Shop angeboten Produkte. Je mehr Produkte angeboten werden, desto teurer wird der Mietshop. Auch finanzieren sich einige Dienstanbieter über Provisionen. Letztendlich ist das Vermieten eine Dienstleistung, die bezahlt werden muß – neben den Shopkosten selbst…

Shophosting bei einem Kaufshop

Der eine oder andere Hoster lockt mit Angeboten von 10 oder 15 Euro im Monat für einen Webshop – für eine ganz einfache Lösung mit nur wenigen Artikeln, wenigen Kunden am Tag und keinen großen Ambitionen mag das auch ausreichen. Wird das scheinbar so günstige Paket gebucht, stellt man früher oder später fest, dass der Server langsam, der Support für E-Mail-Dienste unzureichend und die Konfigurationsmöglichkeiten des Servers stark eingeschränkt sind. Das letztere erkennt man schon, wenn der Programmierer für den Shop beauftragt wurde und dieser die eine oder andere Softwareanforderung im Server für seine Arbeit benötigt, um den Onlineshop zum Leben zu erwecken. Das der Server oder seine Internetanbindung zu langsam ist, merkt man erst, wenn ein paar hundert Artikel eingestellt wurden und der Shop tatsächlich von Interessenten besucht wird – die verschwinden dann gern wieder, um woanders zu kaufen. Gutes Hosting ist eine Leistung, sie kann einfach nicht ganz billig angeboten werden, wenn sie etwas taugen soll.

Laufende Kosten im Monat

Bedenken Sie, dass bei einem Shop in der Regel auch laufende Belastungen entstehen – dies gilt für Kaufshops und ggf. auch für Mietshops. Mögliche monatliche Kostenpunkte: Hosting, Traffic, Datenbank (MySql), E-Mail, Spamfilter, Speicherkapazität, Wartung, Datensicherung, Stromkosten, Shopbewertungen (Ekomi), Zertifizierungen (Trusted-Shops), automatische Rechtsicherheit (Protected-Shops). Mögliche jährliche Kostenpunkte: Domaingebühren, SSL-Verschlüsselung.

Einmalige anfallende Kosten

Mögliche einmalige Kostenpunkte können sein: Einrichtungs- bzw. Umzugsgebühr von vorhandener oder neuer Domain zum passenden Server.

Auswahl der Shopsoftware

Diese Frage ist so unglaublich schwer zu beantworten … Wir würden heute vermutlich jedem Shopbetreiber einen Magento Shop empfehlen. Nicht, weil Globetrotter auf Magento umsteigt und nicht, weil der sehr bekannte Lampen- und Leuchtenhändler Prediger.de bereits seinen Shop auf Magento umgestellt hat – nein, einfach weil dieser Onlineshop Freude in Entwicklung und Bedienung bei einem Höchtsmaß an Flexibilität und Skalierbarkeit bedeutet – Kernpunkte, die jedem Shopbetreiber wie Öl herunterlaufen müssten. Selbstverständlich kann man sich auch für andere Systeme entscheiden, jedes System hat natürlich seine eigenen Vor- und Nachteile. Wir wollten schon vor sehr langer Zeit eine Liste mit Shopsystemen für den deutschen E-Commerce erstellen – jedoch ist die Liste aufgrund von Zeitmangel nach wie vor im Entwurfs-Modus… Wir wollen hier wenigstens ein paar der in Deutschland am meisten verbreiteten Shopsysteme listen: Epages, Oxid, xt-commerce, os-commerce, Veyton, Plenty – und eben Magento.

Wo erhalte ich rechtliche Informationen

Der erste Anlaufpunkt sollten die Ecommerce Profis vom Shopbetreiber-Blog.de sein. Die Trusted Shops GmbH ist die Firma, die im Hintergrund die Fäden zieht – daher auch der nahe Bezugspunkt zum Ecommerce Recht. Die Kollegen haben ihre ersten Ecommerce Artikel im Januar 2003 geschrieben, zu einem Zeitpunkt, als kaum ein anderes Ecommerce Blog oder Fachmagazin im Internet aufzufinden war. Das Blog ist in einige interessante Punkte gegliedert, wobei das Thema Recht Bezug auf Abmahnungen, Neue Gesetze und Neue Urteile nimmt.

Wo erhalte ich sonstige News und Informationen rund um dem Ecommerce

Eine gute Grundlage bildet auch der Ecommerce-Leitfaden.de. Der E-Commerce-Leitfaden liefert Ihnen in Experteninterviews, Checklisten sowie an einem Fallbeispiel Informationen zu Themen wie Shop-Software, rechtliche Pflichten, E-Payment, Risikomanagement, Inkasso, Forderungsmanagement, Adressprüfung, Bonitätsprüfung, Web-Controlling, Logistik, Verkauf ins Ausland und vieles mehr.

Welche Fachmagazine gibt es im Ecommerce

Fachmagazine sind der ideale Begleiter für unterwegs. In der Bahn oder im Flieger das kleine und kompakte Magazin in der Hand lesen und sich zwischendurch bilden – ganz ohne Elektronik. Folgende Ecommerce Magazine können wir empfehlen: Estrategy, Händlerzeit, e-commerce-magazin.de und t3n.de.

Welche RSS-Feeds bereichern den Ecommerce

Erst vor kurzem haben wir hier eine Liste mit knapp 70 RSS-Feeds zum Thema Ecommerce vorgestellt – das ist soviel zu lesen, dass Sie dafür täglich 1 Stunde einplanen könnten. Auch im Ecommerce ist Wissen Macht und so können wir gerade den Neulingen unter den Shopbetreibern nur empfehlen, sich mit diesen oder nur einem Teil dieser RSS-Feeds auf dem Laufenden zu halten.

Absatzkanal Preisvergleichsdienste

Viele Newbie-Shopbetreiber wünschen auch den späteren Verkauf über Preisvergleichsportale. Generell ist da nichts gegen zu sagen – Preisvergleichsdienste können tolle Umsätze generieren – aber auch existenzbedrohende Kosten. Dies sollte einem jeden Newbie auf diesem Gebiet klar sein. Zunächst schlagen wir vor, dass man sich orientiert, welche Preisvergleichsdienste es überhaupt gibt. Hierfür haben wir eine Liste für unsere Leser vorbereitet. Auch für das Verhandeln haben wir einiges zusammengetragen, die Klick-Verträge sind auch nicht immer ganz bedenkenlos. Ist der eigene Onlineshop im Preisvergleich gelistet, sollte man sich um die Datenoptimierung kümmern. In der Optimierung der Produktdaten steckt mehr Power und Entwicklungspotenzial, als die meisten Shopbetreiber ahnen würden – also aufgepasst! Erst lesen, dann verhandeln und die Daten optimieren… ein guter solider Shop dazu und der Umsatz sollte steigen… und langfristig dem Kaufmann immer wieder Freude bereiten.

Weitere Schmankerln

Was viele Shopbetreiber schon zuvor falsch gemacht haben, muss ja nicht zwangsläufig wiederholt werden. Einen kleinen Einblick sollte unsere  Onlineshop NoGos-Liste liefern. Das die Konkurrenz auch im Ecommerce nicht schläft, zeigt folgender Artikel. In diesem wird auch etwas darüber berichtet, was man bei der Auswahl der Shopagentur beachten sollte.

Was darf ein Onlineshop kosten

Dieser Frage sind wir hier bereits auf den Grund gegangen.

Der E-Commerce-Leitfaden liefert Ihnen in Experteninterviews, Checklisten sowie an einem Fallbeispiel Informationen zu Themen wie Shop-Software, rechtliche Pflichten, E-Payment, Risikomanagement, Inkasso, Forderungsmanagement, Adressprüfung, Bonitätsprüfung, Web-Controlling, Logistik, Verkauf ins Ausland und vieles mehr.

16 Gedanken zu „Planung eines Onlineshops

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