Produktanzeigen bei Google „Google product listing ads“

Durch internetmarketing-news.de sind wir heute auf die Google product listing ads aufmerksam gemacht worden. In den USA tauchen immer wieder Google-Anzeigen auf, bei denen es sich um Produktdarstellungen in Form von Bild-Anzeigen handelt.

Ähnlich, wie die in der Standard Google-Suche integrierten Produktsuchergebnisse

von Google Base (ehemals Froogle), werden die  Google product listing ads als Anzeigen mit Bild, Preis, Onlineshop-Name und Link angezeigt. Bildquelle: adwords.blogspot.com

Letzendlich verstehen wir diesen Schritt als „Adwords für die Google-Produktsuche“. Vermutlich will Google endlich einen Weg finden, um die Google Produktsuche auch kaufmännisch profitabel zu gestalten. Schließlich verdienen allein in Deutschland sehr viele Preisvergleichsdienste den einen oder anderen Euro – es reicht ein simpler Blick auf die Bilanzen, welche meist öffentlich zugängig sind.

Wir selbst haben im Kundenauftrag auch einige Shops bei Google Base gelistet und stellen im Vergleich zu den anderen Preisvergleichern eine sehr schlechte Konversionrate fest. Jedoch kommt wirklich viel Traffic über diesen Kanal. Aufgrund der schlechten Konversion-Rate wäre es für Google in Deutschland sicher schwierig, CPC-Deals mit einzelnen Händlern abzuschliessen. Ein CPO Deal wäre hier sinnvoll, allerdings müsste dafür ein besonderes Checkout-Tracking (oder Affiliate-Tracking) in die Onlineshops integriert werden. Wieder ein weiterer Stolperstein – auch in Anbetracht der immer noch nicht geklärten Situation um den Datenschutz von Google Analytics.

Wir dürfen gespannt sein, wie Google das in Deutschland umsetzen wird…

8 Gedanken zu „Produktanzeigen bei Google „Google product listing ads“

  1. klml

    Warum zwingend ein CPO Deal? Die Relevanz bei AdWords erhöht sich ja auch dadurch das die Anbieter für klicks zahlen müssen, sich so nur klicks mit einer hohen CVR-Wahrscheinlichkeit einkaufen (genaues, marktfähiges Angebot auf die Suchanfrage) für Nebenprodukte oder schlechte Angebote (Preis) bietet man viel weniger.

    Bei Froogle findet man wenn man z.B. ein Electroprodukt sucht erst einmal sehr viel Zubehör Spam, die Zubehör Händler würden sich aber wenn es etwas kosten würde eher nach ganz weit unten verziehen.

    Marktwirtschaft braucht erst mal einen echten Markt um zu funktionieren;)

  2. ShopTrainer.de Beitragsautor

    Zwingend nicht – ist doch klar. Zunächst einmal einen herzlichen Dank für Dein Kommentar.

    Und genau bei diesem Zubehör liegt das Problem.

    Will Google mit der Produktsuche Geld verdienen, muss aus unserer Sicht eben genau das Bietverfahren einheitlich funktionieren. In unserem Vorschlag ein CPC, der bei allen Produkten einheitlich ist. Wenn wir hier von einem deutschen Preisvergleich sprechen, dann muss das bieten auf weit über Millionen Produkte funktionieren.

    Kaum ein Onlineshopbetreiber ist zeitlich in der Lage alle seine Produkte gleichzeitig zu bewerben? Dafür ist eben auch dieser Absatzkanal Google Base viel zu klein – Händler leben von Automatismen.

    Das Froogle oder Google Base bei der Suche nach Elektroprodukten so viel Zubehör auswirft, liegt an der Struktur der Datenbank – Volltext eben.

    Der CPO-Deal war auf die heutige Suche bezogen. Derzeit liefert die Suche, in zumindest den Segmenten, in denen wir unterwegs sind, eine extrem schlechte CR. Würde man so etwas pro Klick abrechnen, würden alle Händler fliehen und davon laufen – daher der CPO-Deal.

    Würden Sie die Suche ändern, nämlich genau die Relevanz, die oben erwähnt worden ist – erst die Hauptprodukte, dann das Zubehör… wäre final auch ein CPC-Deal möglich.

    Wir dürfen weiter gespannt bleiben.

  3. klml

    Hi ShopTrainer,

    ok bei der Argumention geb ich Dir recht das ein CPx Modell den Positionseinkauf (also das Bidding) dem Anbieter überlässt. Und den Verwaltungsaufwand für den Händler erhöht.

    Aber man muss ja CPC nicht zwingend auf Keywords bidden, man kann auch gruppieren, was z.B. in AdWords möglich ist. Aber man könnte wenn man wöllte/könnte/müsste…

    Ich kann also meiner Gruppe Zubehör einen bid von 1 cent geben und der digicam 30 cent, das wäre ein ungefähr richtiger Marketinganteil und der user hätte endlich die richtig sortierte Produktdatenanzeige.

    Eine echte ROI Optimierung auf den „Millionen Produkte“ muss ja erst mal nicht sein. Sinnvolles Clustering ist da manchmal mehr wert.

  4. ShopTrainer.de Beitragsautor

    @klml: Besten Dank für dein Kommentar.

    Clustering nach Kategorien, etc. hört sich spannend an.

    Die meisten Onlineshop-Betreiber sind ohne wirkliche externe Unterstützung bei all diesen manuellen Konfigurationen absolut aufgeschmissen. Die haben nicht mal Zeit, sich laufende Kampagnen anzuschauen. Das zumindest zeigt unsere Erfahrung.

  5. klml

    Hi ShopTrainer,

    > Clustering nach Kategorien, etc. hört sich spannend an.

    Über ein sinnvolle Reporting/Bidding/Zielstruktur machen sich afaik, selbst super Professionelle, zu wenig Gedanken. Da wird einfach mal irgendwas gebucht und dann wenns klappt (und das ist im Onlinemarketing nicht so selten;) sagt man das alles supi war. So richtig Strategien, die von der Struktur bis zum GesamtROI richtig schlüssig sind findet man sehr selten.

    Ich hab das mal probiert etwas zu skizzieren, wenn du magst…: http://de.wikibooks.org/wiki/Suchmaschinenmarketing:_Struktur#Clustering

    > Die haben nicht mal Zeit, sich laufende Kampagnen anzuschauen.

    Das ist wie überall im Leben, wenn ich meinen Lieferwagen nur fahre und nicht ab und zu nach dem Ölstand schaue….. 😉

  6. klml

    eigentlich jetzt viceverse: anstatt Adwords nach Froogle, Froogle nach AdWords.

    „Jetzt können Sie Ihren Content aus Google Merchant Center in Ihre AdWords-Kampagnen einfügen. Auf diese Weise können Sie Ihre Produkt-Informationen in Ihren AdWords-Anzeigen hinzufügen.“

    vorerst aber noch beta

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