Ein Facebookshop in der Analyse

In der letzten Zeit wird an allen Ecken und Kanten des weiten Internets über Facebook berichtet. Und scheinbar fruchtet die Idee mit dem F-Commerce mehr und mehr. Wie schon in unseren E-Commerce Prognosen für 2011 geschrieben, wird Facebook eine große Rolle spielen und den elektronischen Handel beschleunigen.

Unter die Lupe vom ShopTrainer wird heute der neue Facebook Shop von Kahla genommen. Viele haben immer noch Angst bei Facebook einen Shop zu starten…

Zunächst ein paar Worte über Kahla selbst: KAHLA ist die Marke des grossen Porzellanherstellers KAHLA (Thueringen Porzellan GmbH) und wird von der Constancy als Familienunternehmen. Constancy betreut fuer KAHLA den Onlineshop kahla-porzellanshop.de.

1.) Aufruf des Facebooks Shops unter der URL: http://www.facebook.com/kahla.fanpage?v=app_185906498091687. Dabei fällt vor allem die lange Ladezeit nach dem Klicken auf folgende Startseite auf:

2.) Damit man diesen Shop nutzen kann, ist zunächst die Genehmigungsfrage von Facebook, ob der Kahla Porzellanshop auch mit dem Profil verbunden werden darf, zu beantworten. Nach der Authorisierung gehts weiter.

3.) Die Startseite des Facebook Shops zeigt 9 Produkte auf. Selbstverständlich ist es per Knopfdruck möglich, den eigenen Facebook Fans nun mitzuteilen, dass man ein Produkt des Shops mag. Social Shopping im Social Network! Die Seite ist nüchtern aufgebaut, aber funktional. So könnte nun das Produkt in den Warenkorb gelegt werden.

Die Begrüßung mit „Hallo Gast“ ist für einen E-Commercler schon fast Normalität. Warum werden wir hier eigentlich nicht mit „Hallo ShopTrainer“ begrüsst? Wo doch unsere sensiblen Daten sicher im Shop oder besser im Backend des Facebook Shopbetreibers gelandet sind…

4.) Uns interessiert aber weniger die Startseite, sondern vor allem die Landingpage des Shops selbst. Hier wird das Geld verdient und hier entscheidet sich der Facebook User für oder gegen den Shop – für oder gegen das Produkt! Wie auch auf der Startseite des Facebook Shops gibt es oben einen Service Bereich, hinter dem sich Versandkosten, AGB, Impressum und Co verbergen. In diesem Falle ist die Produkt-Detailseite nüchtern, aber gut strukturiert aufgezogen. In Anbetracht dessen, dass einem auch bei Facebook nur 510 Pixel in der Breite zur Verfügung stehen – schön gelöst. Der ‚Call to Action‘ Button hebt sich gut ab und ist leicht zu finden.
5.) Nach der ‚Call to Action‘ Funktion, dem Hinzufügen des Produktes in den Warenkorb, interessiert uns der Blick in diesen. Hier fehlen ein paar Funktionen – zumindest noch! Wer an dieser Stelle das Einlösen von Gutscheinen oder das Abändern von Varianten erwartet, mag zumindest bei diesem Produktsortiment und diesem Facebook Shop enttäuscht sein. Im „echten“ Shop gibt es jedenfalls die Möglichkeit der Gutschein-Funktion im Warenkorb. Was nicht ist, kann ja noch werden…
6.) Überraschend einfach und kurz ist der Bestellprozess! Klasse.

Aber nun stellt sich zunächst einmal die Frage, weshalb ich die ganzen Personendaten eingeben muss – schließlich habe ich der APP doch erlaubt, auf meine Facebook Daten zuzugreifen?! Auch wenn alle über den Datenschutz meckern – ich würde mich an dieser Stelle freuen, wenn die Daten aus dem eigenen Profil übernommen werden.

Nur Vorkasse und PayPal sollte der Vergangenheit angehören und die Frage nach einem Passwort? Sofern die Daten aus dem Facebook Profil nicht übernommen werden dürfen, sollte auf jeden Fall die Bestellung als Gast möglich sein.

Fazit

Die beauftragte Socialmarketingagentur.com hat ganze Arbeit geleistet und bindet den Magento Shop von Kahla Porzellan scheinbar reibungslos in Facebook ein. Dabei muss der Shopbetreiber selbst kein neues System kennenlernen – ein erheblicher Mehrwert für alle Seiten! Wer sich dazu einen weiteren Demostore anschauen möchte, findet hier den Kontakt.

Wir hatten in der Vergangenheit bereits über die Implementierung eines Magento Shops in Facebook berichtet – vielleicht lohnt hier ein weiterer Blick.

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Über Tom Adebahr

Ich brenne für den E-Commerce und habe das Glück in einem spannenden Internet-Unternehmen in leitender vertrieblicher Position angestellt zu sein. Ein Faktor für meine überdurchschnittliche Motivation war schon immer meine Einstellung zur Arbeit. Ich habe viel Freude an dieser und genieße es, ins Büro zu fahren und das eigene Wissen um das meiner Kollegen zu ergänzen, um im Team effizient und erfolgreich zu sein.

3 Gedanken zu „Ein Facebookshop in der Analyse

  1. Siggi

    Hallo,

    ich finde das ist ein interesssanter Artikel!
    Die Sache mit den persönlichen Daten aus dem Profil übernehmen wäre eine tolle Sache. Aber viele User werden ihre benötigten Daten für eine Bestellung im Facebook-Profil garnicht preisgegegben (ich zum Beispiel habe keine Adresse in FB hinterlegt), oder die User melden sich mit fiktive Daten an. Dann gibts Probleme bei der Bestellung….

    MfG

  2. Hendrik Maat

    Ja, ich muss auch sagen das die Kollegen das zumindest visuell schön gelöst haben, Es fehlt hier noch ein bisschen an Funktion aber das kommt sicher noch.

    Die Sache mit das übernehmen von Daten ist gar nicht so einfach wie man glauben wurde. Man gibt nämlich nicht den ShopBetreiber zustimmung zur Verwendung der Daten, sondern der Applikation. Und dass wurde die weitergabe an Facebook bedeuten, m.a.w. an dritter, was bekanntlich nicht erlaubt ist.

    Ein weiterer Punkt ist der Like Button. In der Form von einen Facebookwidget verfolgt dieser jeden Benutzer in diesen Shop, m.a.w. hier erfolgt das abspeichern von Bennutzerprofilen, und zwar durch Facebook. Und dies wiederum schreit gegen allem was Rechtlich vertretbar ist, zumindest in Deutschland.

    Weiter gibt es noch ein par kleine Bugs wenn mann sich zusehr in die AGB`s und das impressum vertieft und rumklickt kommt man nicht mehr zurück in dem Shop, aber das erledigen die Kollegen sicher schnell.

    Ich wünsche viel Erfolg mit dem Shop! Ein Beispiel von unsere Lösung finden Sie zum Beispiel hier: http://www.facebook.com/pages/Hotzonetv/27416637460?v=wall

  3. Socialmarketingagentur

    Hallo Herr Maat, vielen Dank für Ihr Feedback. Wir arbeiten selbstverständlich unablässig an der Optimierung unserer Lösung, um unseren zukunftsorientierten Standard kontinuierlich zu erweitern!

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