Archiv der Kategorie: magento

Magento-Shop-Struktur: Global, Website, Store, Store View

Das Magento Shop System ist aufgrund der verfügbaren Strukturen sehr flexibel und erlaubt mit Boardmitteln Internationalisierung und den Betrieb mehrerer verschiedener Shops mit einer Magento-Installation.

In diesem Artikel dokumentiert Magento die Shop-Struktur. Der Blick in den Code und die Datenbank zeigt, dass eine gewisse Uneinigkeit in der Bezeichnung einzelner Gültigkeitsbereiche (engl.: scope) herrscht. Dieser Artikel soll zur Klarheit über die Shop-Struktur sowohl für Anwender als auch Magento-Entwickler beitragen.

 

Global: Diese Einstellungen beziehen sich auf die gesamte Magento-Installation. Es handelt sich um Einstellungen, die für die gesamte Installation gesetzt werden können (z. B. Speicherort für Medien: Dateisystem oder Datenbank). Auch sind es die Standardeinstellungen, die auf die untergeordnete Bereiche vererbt werden.

Website: Dies ist nach Global die höchste Bereichsebene. Über Website können gleiche Artikel verschiedene Preise für verschiedenen Shops zugewiesen werden. Die Benutzerkonten können global in allen Shops funktionieren oder in der jeweiligen Website. Auch wenn die Shops verschiedene Zahlungs- und Versandoptionen anbieten sollen, müssen diese über Website aufgeteilt werden.

Store Group: Die Store Group kann mehrere Stores enthalten und weist diesen eine Wurzelkategorie zu. Sollen Shops über verschiedene Kategorien verfügen, werden sie über Store Groups aufgeteilt. Informationen über Store Groups werden in der Datenbank in der Tabelle core_store_group gespeichert. Wichtig für Anwender: Store Group wird im Backend als Store bezeichnet.

Store: Dies ist der niedrigste oder der speziellste Gültigkeitsbereich. Die meisten Einstellungen, darunter das Theme (Template, Layout) und Sprache (Locale) kann für jeden einzelnen Store festgelegt werden. Gleiches gilt für die meisten im Frontend sichtbaren Texte wie Produkt-Texte, Bezeichnungen der Zahlungs- und Versandoptionen. Informationen über Stores werden in der Datenbank in der Tabelle core_store_group gespeichert. Wichtig für Anwender: Store Group wird im Backend als Store bezeichnet.

Übersichtstabelle

Die Bezeichnungen einzelner Gültigkeitsbereiche sollen also Hinweise zur Verwendung dieser geben, sollten aber nicht überbewertet werden. So kann der Shop bereits über Store View auf verschiedene Domains aufgeteilt werden. Auch das Theme kann für Store View festgelegt werden, sodass der unter verschiedenen Domains erreichbarer Shop wie mehrere unabhängige Websites aussehen kann. Erst wenn diese Shops verschiedene Zahlungsoptionen anbieten sollen, wird eine Aufteilung über Website erforderlich.

Magento Upgrade auf 1.5.x

Nachfolgender Beitrag ist ein Gastbeitrag der Firma „bloopark systems Ltd. & Co. KG“:

Die bloopark systems Ltd. & Co. KG ist eine Agentur aus Magdeburg, die im Bereich E-Commerce (Magento Online-Shops) sowie in der iOS-Entwicklung für iPhone und iPad tätig ist. Darüber hinaus gehören Webanwendungen mit HTML5 und SproutCore in das Profil der Agentur. Die Schwerpunkte sind derzeit nicht standardisierte komplexe Magentoprojekte und Magento-Upgrades.

Magento Upgrade

Seit Februar 2011 steht die letzte stabile Version der Community-Edition von Magento bereit. Die Version hört auf den Namen 1.5“. Da der erste Release 1.5. noch einen Sicherheitsmangel enthielt, wurde schnell die Version 1.5.0.1 nachgeschoben. Mittlerweile arbeitet Magento intensiv an der Version 1.6. Einblicke gewähren die Releasenotes (Link) auf der Magentocommerce-Seite. Doch bevor aus dem Release Candidate eine stabile Version wird, dauert es wohl noch einige Zeit. Daher beschäftigt sich dieser Artikel mit den Funktionen von Magento 1.5“ und der Frage, in welchen Fällen ein Upgrade sich lohnt und vor allem, wie es abläuft.

Was ist neu an Magento 1.5“?

Keine Rundungsfehler mehr

In der Version 1.5“ sind zahlreiche Fehler behoben worden. Allen voran ein Bug, der seit dem ersten Magento-Release, die Geschäftsbücher der Onlinehändler belastet. Ein Bug innerhalb der Steuerberechnung. Er sorgte jeweils für Rundungsfehler, die dann zu Differenzen mit den ERP-Systemen führten, da die Zahlen nicht kongruent waren. Jetzt rundet Magento in jedem Einkaufsfall richtig, selbst wenn Kunden aus dem Nachbarland einkaufen oder ein Kunde prozentuale Rabatte via Gutschein beim Kauf einlöst. Wie auch der Test von den webguys zeigt.

Neues ImportExport-Modul

Wesentlicher ist aber das neue ImportExport-Coremodul, das durch den direkten Zugriff auf die Magento-Datenbank den Datenimport erheblich beschleunigt.

Mehr Optionen beim Bestellstatus/ Warenkorb/ neue Api

In der Menüführung im Backend gibt es zudem einige Neuerungen: z.B. zusätzliche Bestellstatus sowie die Möglichkeit die Produkte im Warenkorb nachträglich anzupassen.

Auch die Magento-Core-Api liegt in neuer verbesserter Version und mit zusätzlichen Funktionen vor. So dass das Entwickeln neuer Module erleichtert ist und man zudem jetzt mit SOAP auf den Warenkorb zugreifen kann.

Auszug aus dem großen kleinen Rest

  • PayFlowLink HSS Integration
  • Aktualisierung des Zend Framework auf die Version 1.11.1
  • Verbessertes Speicherhandling des Magento-Product-Model
  • PayPal-Bezahlmethode
  • App-Previewer für Android und iPad in XmlConnect

Vor jedem Upgrade

Im Vorfeld sollte genügend Zeit für das Upgrade und für die anschließende Testphase eingeplant sein. Zudem muss unbedingt ein Datenbank-Backup sowie ein Backup der Daten (FTP-Sicherung) aus dem aktuellen Magento-Shop durchgeführt werden.

Sämtliche verwendete Extensions sollten auf Lauffähigkeit in der Version 1.5“ von Magento geprüft werden. Außerdem ist es sinnvoll im Zuge des Upgrades über etwaige Funktionalitäts- od. Designanpassungen nachzudenken.

Fehlervermeidung beim Upgrade auf 1.5“

Häufig erhält man nach einem regulären Upgrade über die Eingabe der entsprechenden Codezeile (magento-core/Mage_All_Latest) in den MagentoConnectManager ein verzerrtes Shopsystem. Das Beheben der auftretenden Fehler ist meist wesentlich zu zeitaufwändig. Es ist aber andererseits für jeden Onlineshopbetreiber sehr wichtig, Kunden-, Produkt- und Bestelldaten sowie sämtliche Einstellungen aus dem bestehenden Shop beizubehalten, d.h. bei einem Upgrade mitnehmen zu können.

Um einen bestehenden Shop in die neue Version 1.5“ zu verbringen und gleichzeitig die Daten und Einstellungen zu behalten, hat sich folgende Vorgehensweise als geeignet herausgestellt: Nach einem Shop-Backup führt man zuerst über den MagentoConnectManager ein reguläres Upgrade per Eingabe der entsprechenden Codezeile durch. Zeigt sich danach ein verzerrtes System, extrahiert man die upgegradete Datenbank und setzt das Shopsystem selbst mit allen gewünschten Extensions und manuellen Einstellungen in der Version 1.5“ neu auf. Aus der
bereits upgegradeten Datenbank werden alle Kunden-, Bestell- und Produktdaten im Anschluss implementiert, so dass ein fehlerfreier Shop in der Version 1.5“ inklusive aller bisherigen Daten und Einstellungen vorliegt. Im Zuge des Neuaufsetzens können schließlich Design- und/ oder Funktionalität, so gewünscht, angepasst werden.

Der Zeitaufwand für ein solches Upgrade liegt je nach Größe und Komplexität des Shops mindestens zwischen fünf und acht Tagen. Wesentlich für den Aufwand sind das verwendete Theme und die Magento-Version, in der der Shop momentan vorliegt.

Warum upgraden?

Onlineshops sind aufwändig zu pflegen. Wenn der eigene Shop gerade gut funktioniert, fragt man sich, wieso upgraden? Magento als Open-Source-System entwickelt sich beständig weiter. Die in der neuen Version behobenen Fehler und neuen Funktionen stellen ein Argument „pro Upgrade“ dar, nicht nur für den alltäglichen Geschäftsablauf, sondern auch mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Langfristig ist es zudem gut seinen Shop in der aktuellen Magento-Version vorliegen zu haben. Nicht nur um von den verbesserten Funktionalitäten zu profitieren, sondern um sich als Shopbetreiber Entwicklungsmöglichkeiten offen zu halten. In der neusten stabilen Version 1.5“ ist der eigene Shop zukunftssicher. Das heißt, dass im Bedarfsfall relativ sicher und ohne großen Aufwand neu entwickelte Extensions implementiert werden können. Neuentwicklungen orientieren sich naturgemäß an der jüngsten stabilen Version.

Kann ich das Upgrade selbst durchführen?

Prinzipiell kann man ein Upgrade selbst durchführen. Insbesondere wenn man einen kleinen Standardshop (ohne Extensions) betreibt, dürfte ein Upgrade über den neuen MagentoConnectManager gut funktionieren. Doch kaum ein (deutscher) Shop läuft ohne Extensions. Da in der Modularität die Stärke von Magento liegt und viele Extensions kostenfrei sind, ist es ungewöhnlich, wenn diese nicht genutzt wird. Allein schon aus rechtlichen Gründen haben nahezu alle deutschen Shops das German Market Ready-Modul installiert. Außerdem ist es für Laien schwer das komplexe Szenario eines Upgrades zu überblicken. Wenn dann noch ein Upgrade ohne vorheriges Shop-Backup ausgelöst wird, sind finanzielle
Einbußen im Falle von auftretenden Schwierigkeiten mit dem upgegradeten Shop vorprogrammiert.

Fazit

Ein Upgrade auf die Magento-Version 1.5“ ist mit zeitlichem und u.U. auch mit finanziellem Aufwand verbunden. Gleichzeitig stellt das
Upgrade aber eine Chance dar den eigenen Shop neuauszurichten, d.h. mit neuen Funktionen bzw. Design auszustatten, und von der neuen
Funktionalität in der Version 1.5“ zu profitieren.

Mehr Information

Mehr Information auf www.magento-upgrade.de
Case Study zum Thema

eStrategy-Magazin: Neue Ausgabe 7 ab sofort kostenlos downloaden

Lektüre zum Genießen – wieder ist eine neue Version des eStrategy-Magazin erschienen. Diesmal handelt es sich um die Auflage Nummer 7 und erneut fließen spannende Themen rund um den elektronischen Handel zusammen.

In dieser Ausgabe liegt der Fokus auf dem Mobile Web, das inzwischen in vielerlei Hinsicht angekommen ist und aller Wahrscheinlichkeit das nächste große “Ding” wird.

In der 7. Ausgabe des kostenlosen eStrategy-Magazins erwarten Sie die nachfolgenden Themen:

Mobile Web

  • Internet 2.0 – Die Welt wird Mobile
  • Empirische Daten zum Mobile-Web
  • Native App oder HTML5 – So planen planen Sie Mobile!

E-Commerce

  • Suchmaschinenoptimierung für Magento
  • Magento Ebay – Was nun?
  • Exklusiv-Interview mit Roy Rubin über Magento und die Zukunft
  • Überblick: Trackinglösungen für Shopbetreiber
  • Shop-Relaunch – So funktioniert es richtig
  • 10 Jahre Plus.de: Tenglemann auf E-Commerce-Kurs
  • Interview mit Sebastian Siebers (GF plus.de)


Online-Marketing

  • Die Google Ranking Faktoren 2011
  • Online-Marketing für KMUs
  • Erfolgreiche Kundengewinnung mit Google Local Search Google Places
  • Die Adwords-Kampagne der Zukunft
  • Gütesiegel – Nach wie vor ein aktuelles Thema
  • Social Media für Shopbetreiber – Mögliche Ansatzpunkte und aktuelle Trends
  • Bewertungsportale – Zukünftig ein Muss für Shopbetreiber?
  • Social Media Monitoring Tools – Lösungen für den Praxiseinsatz

Recht

  • AGB, Widerrufsrecht und Datenschutz – Darauf sollten sie achten
  • Änderungen zum Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen

Technik

  • SOLR als kostenlose Such-Alternative
  • Hosting – Darauf sollten Sie bei der Skalierung von PHP-Anwendung achten

Wohin mit Magento?

Wir wollen mit diesem Beitrag die Firma Techdivison unterstützen. Sie ruft zu einer Stimmungsumfrage bezüglich de aktuellsten Ereignissen zu Magento auf.

Nach dem Aufkauf von Magento durch Ebay liest man im Netz unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Diese reichen von sehr negativen bis zu durchaus positiven Meinungen.

Doch was denkt Ihr darüber? Hier gehts zur Umfrage. Je mehr teilnehmen, desto valider können die Daten ausgewertet werden und wir haben alle was davon!

Ebay übernimmt Magento komplett

Noch vor knapp 3 Monaten berichteten wir über den 49% Anteil von Ebay an Magento und mutmaßten, in welche Richtung sich das entwickeln wird.

Nun ist es offiziell, Ebay kauft auch den anderen Teil der Magento Torte und wird somit 100%iges Mutterschiff Magento.

Ebay plant mit dem Erwerb Magentos den Aufbau einer Cloud basierten Plattform mit dem Namen X.Commerce. Somit wird der Name Magento Commerce vielleicht eines Tages verschwinden und wir alle müssen uns an den neuen Namen X.Commerce gewöhnen. Ob das im Interesse der Magento Community ist bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass dieser Schritt gerade auch mit dem Hinblick auf die Mitte bis Ende 2012 erscheinende neue Version Magento Commerce 2.0, noch lange dauern wird.

X.commerce is the first cloud-based platform enabling developers, merchants and service providers to create innovative solutions in the commerce space.  Using an open source environment, X.commerce offers the fundamental technologies needed for commerce – shopping carts, payment services, inventory management, marketplace integration, SEO, tax guidance and more, all in one location.

Es kommen gerade per Twitter News rein, dass Magento in jedem Falle Open Source bleibt und somit zumindest in der Community Version weiterhin der breiten Interessengemeinschaft kostenlos zur Verfügung stehen wird.

Quellen: gigaom.com, rethink-wireless.com, x.com

Auch das Fazit von Matthias ist schön geschrieben, also bitte lesen :-).