E-commerce Dienstleister und Ihre Frechheiten

Das wir alle ein bisschen Geld verdienen wollen, versteht sich fast von selbst….

Vorgeschichte

Vor einigen Tagen haben wir mit einem Shopbetreiber telefoniert, der uns eine interessante Geschichte auftischte. Der Betreiber des Onlineshops aus dem Produktsortiment Gewürze, hatte tatsächlich im Jahre 2008 € 15.000,- für seinen Shop bezahlt. Die Basis des Shops stellt die Shopsoftware Epages, das Einpflegen von 50 Produkten, inklusive Einpflegen von vorgegebenen Produktbeschreibungen war im Preis enthalten – soweit so gut. Angeblich sollte der Shop auch suchmaschineoptimiert sein.

Es handelte sich im Übrigen um handelsübliche Gewürze, die bei Vielen von uns im Gewürzregal untergebracht sind und beinahe täglich Anwendung finden.

Untersuchung des Shops

Ein kurzer Blick ergab Folgendes:

  • Ein Bild pro Produkt
  • Keine Alt Tags bei den Bildern
  • keine Title-Tags
  • Checkout Optimierung, was ist das bitte?!
  • nur Vorkasse
  • falscher Widerruf
  • AGBS ;-) (… und es heisst immer noch AGB)
  • grauenvolles Layout (wobei dies eher im Auge der Zielgruppe liegt)

Von der Startseite oder Landing-Pages, die einem Neukunden innerhalb von ein paar Sekunden alles Vertrauen und alles Wichtige vermitteln könnte, sprechen wir hier nicht. Uns geht es um die rudimentären Dinge, den absoluten Basics eines Onlineshop Aufbaus.  Wir haben uns bei diesem Shop nicht getraut in die Tiefe vorzudringen.

Auch teilte uns der Shopbetreiber mit, dass in dem Budget nichtmal die Exportfunktionen im vollen Umfang freigeschaltet sein würden, ist uns endgülig der Kloß im Halse stecken geblieben.

Frechheit

Im Volksmund fällt in letzter Zeit immer häufiger das Wort “fremdschämen”… wenn es tatsächlich so etwas geben sollte, dann fühlt sich das so für uns an. Wie soll man diesem geprellten Kunden denn überhaupt einen anständigen Shop verkaufen können – ob eigene Referenzen und gleichzeitig viel Vertrauen seitens des Shopbetreibers da noch ausreichen können? Sehr schade, dass es solche Machenschaften auch im E-Commerce gibt – eben wie im richtigen Leben …

9 Kommentare
  1. E-commerce Dienstleister und Ihre Frechheiten http://xlurl.de/ByRgbY

  2. RT @ShopTrainer: #eCommerce Dienstleister und Ihre Frechheiten http://bit.ly/axgSM3

  3. E-commerce Dienstleister und Ihre Frechheiten http://bit.ly/9zYyYo #ecommerce #article

  4. cguenzl sagt:

    RT @eCommerceLounge: RT @ShopTrainer: #eCommerce Dienstleister und Ihre Frechheiten http://bit.ly/axgSM3

  5. RT @ShopTrainer: E-commerce Dienstleister und Ihre Frechheiten http://xlurl.de/ByRgbY

  6. Alex sagt:

    Schwarze scharfe gibt es im eCommerce leider immer wieder, ein Grund mehr immer nach Referenzen zu fragen, oder besser einen Shop den man “gut” findet nach dem Dienstleister zu fragen.

    Letzteres besser wenn der Shop nicht in der selben Branche ist… ;)

  7. Da hilft nur eins: Schwarze Scharfe müssen im Netz bekannt gemacht werden, denn nur so besteht die berechtigte Chance, dass solche Anbieter in Zukunft zweimal überlegen, ob sie 15.000 Euro für derart lächerliche Leistungen verlangen.
    @ http://www.shoptrainer.de: Wer war denn der Dienstleister?

  8. @web-netz GmbH

    Der Shopbetreiber wollte uns das leider nicht mitteilen, auch war es nicht anhand des Impressum, Quelltext, etc. zu erkennen!

  9. Ich finde auch, solche Geschichte gehören an die große Glocke gehängt. Wer wundert sich da noch über mangelndes Vertrauen?

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